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Festival am Stellwerk bildet Auftakt zu mehr Jugendbeteiligung in Coesfeld

Kleinstadtkartell – jetzt seid ihr dran

Coesfeld

Der Rahmen steht, mit welchen Inhalten er gefüllt wird und was sich weiter daraus ergibt, „ist vollkommen offen“, wie Martin Holtmann gestern im Pressegespräch mehrfach betont. Am 19. August (Freitag) laden Holtmann und seine Kollegen und Kolleginnen im Rathaus Jugendliche ab zwölf Jahren zum ersten Kleinstadtkartell ein. Ab 15 Uhr sind alle jungen Coesfelder und Coesfelderinnen nach ihren Meinungen, Ideen und Wünschen für ihre Stadt gefragt und aufgerufen, ihre Interessen aktiv zu verfolgen und durchzusetzen. „Es geht nicht darum, einen Wunschzettel zu schreiben, den wir anschließend der Bürgermeisterin überreichen, und dann abzuwarten, was daraus wird“, sagt Sabine Wessels, Teamleiterin Jugendförderung in der Stadtverwaltung. „Es geht um echte Beteiligung und Ermächtigung.“

Von Christine Tibroni

Laden alle Kinder und Jugendlichen ab zwölf Jahren ein, beim Kleinstadtkartell ihre Themen für Coesfeld zu setzen: (v. l.) Bürgermeisterin Eliza Diekmann, Sabine Wessels, Dorothee Heitz und Martin Holtmann (alle Fachbereich Jugend, Familie, Bildung und Freizeit). Foto: Foto:Christine Tibroni

Den Auftakt bildet das Beteiligungsfestival am 19. August am Stellwerk, das bewusst den etwas geheimnisvollen, verrucht klingenden Titel Kleinstadtkartell trägt, um die Zielgruppe zu mobilisieren. Die Teilnehmer erwarten ein Foodtruck, ein Eiswagen – Verzehrgutscheine inklusive – und Musik von BeatBBQ. Herzstück der Veranstaltung sind Workshops zu den Schwerpunkten Freizeit, Kultur, Mobilität, Klima, Konsum und Stadtentwicklung. Themen, die von Jugendlichen auf die Agenda gesetzt wurden. „In Vorbereitung auf das Kleinstadtkartell waren wir in den Schulen und haben das Gespräch mit den Schülern und Schülerinnen gesucht“, erläutert Holtmann und weist darauf hin, dass alle Formen der weiterführenden Schulen in Coesfeld besucht wurden. Die so identifizierten Themen sollen in den Mini-Workshops des Kleinstadtkartells erneut zur Sprache kommen. Keine Sorge, niemand wird lange Reden schwingen, kurz und knackig soll es sein, und auf jeden Fall stehen die Jugendlichen im Mittelpunkt. „Wir wollen zuhören“, bekräftigt Holtmann. Zuhören und ermuntern, dranzubleiben an einzelnen Ideen. In welcher Form sie dranbleiben – auch das liegt bei den Jugendlichen, die auf die Begleitung und Unterstützung von Martin Holtmann zählen können. Sein Einsatz für die Jugendbeteiligung in Coesfeld ist mit einer fixen Stundenzahl abgesichert.

Bürgermeisterin Eliza Diekmann freut sich, dass das Thema Jugendbeteiligung, das sich auch der Rat auf die Fahnen geschrieben hat, nun Fahrt aufnimmt – in einem Format, das Jugendliche von Anfang an beteiligt und offen ist für alle. Zwar ist das Thema nicht neu – projektbezogene Jugendbeteilung hat es immer mal wieder gegeben, etwa bei der Verwirklichung der Skateranlage und des Lokschuppens, bei der Neugestaltung des Ludgerischulhofs oder bei der Planung des Dirtparks in Lette – aber vielleicht eröffnen sich nun noch mal neue Wege. Die Offenheit in Verwaltung und Politik ist da. Wie sagt Diekmann so treffend? „Jetzt seid ihr dran.“

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