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Arbeitskreis Kultur im Stadtmarketing Verein möchte Idee von Elke Becker umsetzen

Kunst aus dem Automaten ziehen

coeSfeld. Am Automaten mal eben ein Päckchen Kunst ziehen – diese Idee findet der Arbeitskreis Kultur und Freizeit im Stadtmarketing Verein so gut, dass Sprecher Michael Banneyer sich schon auf die Suche begeben hat, um nach einem möglichen Standort Ausschau zu halten. Noch ist nichts beschlossen, aber die Aussichten sind gut, dass Coesfeld einen Kunstautomaten bekommt, wie er bereits in vielen Städten steht.

Ulrike Deusch

Automatenkunst und Kunstautomat: Dieses Exemplar steht in Steinfurt. Fotos: Elke Becker Foto: az

„Hier in der Umgebung kenne ich aber nur einen Automaten in Steinfurt und einen in Münster“, sagt Elke Becker, die die Idee an den Arbeitskreis herangetragen hat. Die Coesfelderin hat im Urlaub erstmals einen Kunstautomaten entdeckt und ist seitdem ein großer Fan der Automatenkunst. Viele Arbeiten verschiedener Kunstschaffender hat sie gesammelt: Mini-Aquarelle, Bleistiftzeichnungen auf Zigarettenpapier, Schnipsel zum Zusammensetzen, einen getöpferten Tannenbaum, kleine Skulpturen aus Glas und Metall, Fotografien und vieles mehr. Nicht irgendeinen Kitsch, sondern hochwertige Arbeiten. In jeder Schachtel liegt ein Zettel, der Einblick in Leben und Werk des Künstlers gibt.

2001 haben kreative Köpfe und Kunstvermarkter die Idee vom Kunstautomaten erstmals in Berlin und Potsdam umgesetzt. Ausgediente Zigarettenautomaten werden umgestaltet und mit Kunstpäckchen in Schachtelgröße befüllt. Vier Euro muss ein Kunstfreund in den Schlitz werfen, dann kann er am Griff ziehen.

Ein ganzer Pool von Künstlern ist Kooperationspartner der Initiatoren. „Wir hätten aber auch die Möglichkeit, einen Teil der Fächer mit Arbeiten unserer lokalen Künstler zu befüllen und ihnen eine Plattform zu bieten“, betont Michael Banneyer. Für die Stadt sollen keine Kosten entstehen.

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