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IBP bekommt gut 10 000 Euro aus Leader-Mitteln zur Erweiterung des Mobilitäts-Angebots

Mit der Rikscha durch die Stadt

Coesfeld

Der Verein IBP (Interkulturelle Begegnungsprojekte) möchte mit einem E-Rikschadienst das bestehende Mobilitätsangebot in Coesfeld erweitern und ein regelmäßiges Angebot für ältere Bewohner, aber auch für Touristen schaffen. Als Rikscha-Fahrer erhalten die Klienten aus der Eingliederungshilfe die Möglichkeit, Verantwortung in einem neuen Aufgabenbereich zu übernehmen und können gleichzeitig anderen Menschen helfen. Für dieses Projekt wurden jetzt Finanzmittel aus dem Leader-Programm bewilligt, heißt es in einer Pressemitteilung.

Probefahrt 2018 in einer E-Rikscha auf dem Hof Schoppmann in Darup: Martin Althoff (l. IBP-Geschäftsführung) und Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr (2.v.l.). sowie Fahrer Sven Hesselmann. Foto: Foto: Archiv

Das finanzielle Gesamtvolumen des auf vier Monate angelegten Projekts liegt bei 16 355 Euro, 10 630 Euro stammen davon aus Leader-Mitteln. Die Arbeiten am Projekt sollen bereits im August starten. Auch nach dem Ende der Laufzeit wird der Rikscha-Dienst fortgeführt.

Rund 390 000 Euro stehen noch bis Ende 2022 für Leader-Projekte in den Baumbergen in der aktuell laufenden Förderperiode zur Verfügung. Nun beginnen die Planungen für die erneute Bewerbung als Leader-Region. Das Land NRW hat die Rahmenbedingungen dafür bereits festgesteckt. „Leader soll künftig flächendeckend das zentrale Förderprogramm für den ländlichen Raum sein und wird dafür ausgebaut“, erklärt Alexander Jaegers, Leiter des Regionalmanagements für die Leader-Region.

„Die Leader-Förderung hat in unserer Region mittlerweile einen großen Stellenwert. Dank ihrer sind viele tolle Projekte umgesetzt worden. Deshalb sind wir uns einig, dass wir diese wirkungsvolle interkommunale Zusammenarbeit fortsetzen möchten“, sagt Marion Dirks, LAG-Vorsitzende und Bürgermeisterin von Billerbeck, im Namen ihrer Kollegen. Ist die Bewerbung der Region erfolgreich, stehen für die Jahre 2023 bis 2029 rund 2,7 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Durch die bis mindestens Ende 2023 verlängerte Kleinprojekte-Förderung können jährlich noch jeweils 180 000 Euro hinzukommen.

Der Aufruf zur Bewerbung für die nächste Förderperiode erfolgt im Oktober. Dann hat die Region bis Ende März 2022 Zeit, um ihre Entwicklungsstrategie inklusive zentraler Handlungsfelder einzureichen. „In der Baumberge-Region kann die bestehende Strategie angepasst und um die neuen Herausforderungen erweitert werden“, erklärt Jaegers. Bei diesem Prozess sollen die Bürger der fünf Kommunen eingebunden werden. Vermutlich im Juni 2022 wird das Land dann die Leader-Regionen, die zwischen 2023 und 2029 gefördert werden, bekannt geben.

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