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Unverpackt-Laden öffnet bis Ende September im Schatten des Stadtschlosses

Mit loser Ware Müll vermeiden

Coesfeld

Als Mutter von inzwischen vier erwachsenen Kindern weiß die Dülmenerin Monika Widal (51) nur zu gut, dass sie für die nachfolgende Generation verantwortlich zeichnen muss. „Wenn es um Umwelt- und Klimaschutz geht, müssen wir ein Teil der Lösung sein“, sagt sie. Und das sei auch die Triebfeder für sie gewesen, in Coesfeld einen Unverpackt-Laden zu eröffnen.

Von Manuela Reher

Monika Widal lebt auf einem Mini-Bauernhof in Dülmen. Foto:

In dem seit Mai dieses Jahres leerstehenden Geschäftslokal an der Ecke Bernhard-von-Galen-Straße/ Kuchenstraße in unmittelbarer Nachbarschaft des Stadtschlosses wird sie demnächst lose Ware anbieten. Die Kunden bringen ihre Behälter oder Stofftaschen selbst mit und befüllen diese mit Hülsenfrüchten, Nudeln, Reis, Kaffee und vielen weiteren Nahrungsmitteln. Auch Hygiene-, Reinigungs- und Haushaltsartikel hat sie im Sortiment.

„Alle Waren beziehe ich von regionalen Anbietern“, betont Monika Widal, der Nachhaltigkeit ein Herzensanliegen ist. 140 Quadratmeter hat sie im Ladenlokal zur Verfügung. Auch eine Küche werde eingebaut, um Eintöpfe und Kuchen anbieten zu können.

Monika Widal arbeitet aktuell noch überwiegend als Tagesmutter. Deshalb ist sie dankbar, dass zunächst ihre im Einzelhandel tätige Nichte und eine Mitarbeiterin, die in Sachen Nachhaltigkeit sehr gute Kenntnisse habe, die meiste Zeit im Geschäft „Coesfeld unverpackt“ tätig sein werden. Sie werde aber so oft wie möglich im Laden sein und sei sehr dankbar für die Unterstützung durch ihren Ehemann.

In Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing Verein Coesfeld & Partner sei sie auf die Räume, in denen bisher ein Bekleidungsgeschäft war, aufmerksam geworden. „Der Standort ist ideal für uns“, zeigt sich Monika Widal begeistert, die demnächst auch Workshops zu den Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz anbieten möchte.

Sie hat selbst bereits eine Fortbildung im Bereich Umwelterziehung absolviert. „Wir können viel voneinander lernen“, sagt Monika Widal, die mit ihrer Familie auf einem Mini-Bauernhof mitten in Dülmen lebt. Die nachhaltige Zubereitung von Nahrungsmitteln sei ein großes Thema, das sie den Coesfeldern ans Herz legen möchte.

Monika Widals familiäre Wurzeln sind übrigens in Coesfeld zu finden. Ihr Großvater Heinrich Iking hat in der Kreisstadt gelebt.

Spätestens bis zum 1. Oktober möchte Monika Widal ihren neuen Laden eröffnen. Der Name „Coesfeld unverpackt“ sei zunächst ein Arbeitstitel. „Der ist noch nicht in Stein gemeißelt“, sagt sie und macht damit neugierig auf die spätere Namenswahl.

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