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Kunstverein sucht Verstärkung fürs Aufsichtsteam

Mit Spaß an Kunst und offen für Menschen

Coesfeld

Neun Frauen sind es – alle ganz verschieden aber alle mit Affinität zur Kunst und Freude an der Begegnung mit Menschen. „Ein tolles Team“, findet Jutta Meyer zu Riemsloh, Geschäftsführerin des Kunstvereins münsterland, über die ehrenamtlichen Aufsichtskräfte, die wechselweise samstags und sonntags im Einsatz sind.

Von Ulrike Deusch

Die Frauen, die im Kunstverein Aufsicht führen, suchen neue Mitstreiter, unter anderem weil Annette Focke (sitzend r.) das Team verlässt. Das Bild zeigt (v. l. stehend) Geschäftsführerin Jutta Meyer zu Riemsloh, Margret Mühlenkamp, Edith Pieske, Christel Gröning-Rüping, (sitzend v. l.) Helga Gardini, Annette Höping, Annette Focke. Es fehlen Monika Knickenberg, Annelie Klöpper-Becker und Marita Volbert. Foto: Foto: ude

Jetzt sucht die Gruppe Verstärkung – vor allem weil eine der langjährigen Kolleginnen auswandert: Annette Focke zieht es nach La Gomera. Sie ist aber zuversichtlich, dass die Lücke im Team bald geschlossen wird. „Hier herrscht ein sehr freundschaftliches Miteinander und die Arbeit macht viel Spaß“, hat sie erfahren.

Zum ersten Mal wendet sich der Kunstverein auf der Suche nach ehrenamtlichen Mitarbeitern an die Öffentlichkeit. „Bislang haben wir das Team über persönliche Kontakte oder Mund-zu-Mund-Propaganda besetzen können“, sagt Jutta Meyer zu Riemsloh. Die Aufsicht im Ausstellungsraum meint vor allem auch den direkten Kontakt mit Besuchern, das Gespräch und das Beantworten von Fragen.

Muss man dazu auch Fachwissen haben oder die aktuelle Ausstellung erklären können? Jutta Meyer zu Riemsloh beruhigt: „Natürlich ist es gut, wenn man ein bisschen Auskunft geben kann. Aber wir geben den Aufsichtskräften dazu Informationsmaterial an die Hand und wenn sie beim Pressetermin zur Einführung in die Ausstellung dabei sind, dann wissen sie schon viel.“ Auch im Internet könne man sich ergänzend über die Künstler informieren, so Helga Gardini,

Sie hat, wie alle ihre Kolleginnen schon interessante Erfahrungen gemacht und Gespräche geführt: „Ich beobachte, dass viele junge Leute Interesse zeigen.“ Das Stammpublikum aus Coesfeld kennen alle Aufsichtsdamen gut. Aber sie berichten auch von auswärtigen Besuchern, die gezielt zum Jakobiwall kommen, weil sie gehört haben, dass es dort einen interessanten Kunstverein gibt.

Die Gespräche mit den Besuchern, aber auch mit den Kolleginnen schätzen alle im Team. Dr. Annette Höping, selbst sehr kunstinteressiert, ist schon seit 16 Jahren dabei, Edith Pieske hat als Leiterin des Kulturkreises im Senioren-Netzwerk vor zwölf Jahren Kontakt zum Kunstverein gefunden. „Solange es mein Alter und meine Gesundheit zulassen, möchte ich hier weiter mitarbeiten“, sagt sie. Auch die Sitzungen, geselligen Veranstaltungen und Ausflüge halten das Team zusammen.

Wer Lust hat mitzumachen, kann sich beim Kunstverein (Jutta Meyer zu Riemsloh, Tel. 880711) melden. Auch für die Malschule (Kinder ab neun Jahre) wird Verstärkung gesucht. Hier müssen Interessierte eine (kunst-)pädagogische Ausbildung nachweisen.

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