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Digitalisierungs-Workshop für Coesfelder Einzelhändler

„Nach Mehrwert für Kunden gesucht“

Coesfeld

Wer sind meine Kunden? Wie ticken sie? Was möchten sie? Und was kann ich tun, damit sie bei mir kaufen? Diesen Perspektivwechsel haben in den vergangenen Monaten mehrere Einzelhändler aus Coesfeld vollzogen – und schnell gemerkt, was leichter ist: Sich selbst zu verändern, anstatt darauf zu hoffen, dass sich die Kunden verändern.

Fotos für Socialmedia gehören bei Diana Göckener (l.) und Marina Wesseler dazu, um digital auf ihr Seelenallerlei-Angebot aufmerksam zu machen. Foto: Foto wfc

Um die Kunden zu erreichen oder ihnen das zu geben, was sie sich wünschen, ist oftmals digitale Unterstützung wichtig. Deshalb lag der Schwerpunkt des Workshop-Angebots, das über die Leader-Förderung ermöglicht wurde, in diesem Bereich: „Stationären und digitalen Handel zusammen denken“. Die Teilnehmer haben gemeinsam mit einem Kommunikationsexperten der Agentur Mediahaus aus Ahaus eine Bestandsaufnahme ihrer bisherigen digitalen Aktivitäten gemacht und Verbesserungsmöglichkeiten sowie teilweise ganz neue Ansätze erarbeitet.

Für Rudolf Eismann von „Hobby & Heim“ war die Erkenntnis zentral: Man muss sich im Internet breit aufstellen, um dauerhaft bestehen zu können. „Ich hatte schon vor dem Start der Workshops geplant, bei Facebook und Instagram aktiv zu werden“, erklärt er. „Die Unterstützung, die ich dort bekommen habe, hat mir sehr bei der Umsetzung geholfen.“

Händler, die in diesem Bereich schon weiter sind, haben in den Workshops das Bewusstsein für eine strukturierte Herangehensweise geschärft. „Es ist wichtig, einen Plan aufzustellen und nicht nur zu posten, wenn gerade etwas anfällt. Das ist mir bewusst geworden“, sagt Marek Walde (Spiel- und Schreibwaren Gernemann).

Das bisherige Vorgehen zu hinterfragen: Das war auch aus Sicht von Tobias Terwey (Die Genießerei) und Stefan Boer (Möbelhaus Boer) einer der gewinnbringenden Aspekte. Und: „Es war sehr interessant zu erfahren, wie die Abläufe bei den anderen Händlerinnen und Händlern sind, welche Idee sie haben und was man selbst davon noch umsetzen könnte“, erklärt Boer. „Gemeinschaftlich, nicht egozentriert“, so nennt Marina Wesseler von Seelenallerlei die Arbeit in den Workshops. „Die Netzarbeit war wirklich sehr gut. Wir haben gemeinsam nach dem Mehrwert für den Kunden und nicht für die einzelnen Unternehmen gesucht.“

Zweites wichtiges Ziel der Workshops war ein Leitfaden von und für Coesfelder Händler mit Ideen, Strategien und Umsetzungsmöglichkeiten für den Ausbau ihrer digitalen Aktivitäten. „Es war toll zu sehen, wie die Teilnehmenden in den Workshops nach und nach verstanden haben, worauf es ankommt, wie die Verzahnung von stationären und digitalem Handel funktioniert und an welchen Stellschrauben sie drehen müssen“, erklärt Eva Terhörst von Mediahaus.

„Jetzt beginnen wir mit der Arbeit, dieses Wissen allen Händlerinnen und Händler zur Verfügung zu stellen“, erklärt Dr. Kirsten Tacke-Klaus (Wirtschaftsförderung für den Kreis Coesfeld).

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