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Großer Andrang bei Wiedersehensfeier der ehemaligen Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums

Nepomucener ein Leben lang

Coesfeld

Erwartungsvoll betritt der Coesfelder Werner Fäth die Schulstraße im Schulzentrum an der Holtwicker Straße und hält nach ehemaligen Klassenkameraden Ausschau. Mit seinen 88 Jahren gehört er zu den ältesten Teilnehmenden dieses besonderen Treffens. Der Verein Alumni Nepomuceni hat erstmals alle ehemaligen Jahrgänge des Gymnasiums Nepomucenum zu einer Wiedersehensfeier eingeladen.

Werner Fäth (l.) und Ulrich Pieske (M.), beide ehemalige Schüler, sowie Hubert Kühnhenrich (r.), ehemaliger Lehrer, besuchen die Sternwarte.

Fäth ist 1934 geboren und hat sein Abitur 1954 noch im ehemaligen Gebäude in der Kupferstraße abgelegt. Fast 70 Jahre sind seitdem vergangen. „Das ist eine lange Zeit, in der sich so vieles verändert hat, nicht nur der Schulstandort“, sagt Fäth, der sich auch nach so vielen Jahren mit seiner Schule noch eng verbunden fühlt.

Für die Zusammenkunft haben sich 36 verschiedene Jahrgänge und insgesamt 86 Ehemalige angemeldet, berichtet Hanno Beckert, der die Gäste mit weiteren Mitgliedern des Vereins begrüßt. Doch die vorgedruckten Namensschilder reichen nicht aus. Denn immer wieder strömen neue Nepomucener hinzu. „Manche treffen ganz spontan ein, vor allem die Abiturjahrgänge aus der jüngsten Vergangenheit“, informiert Marvin Yuen. Er ist gerade erst in der Mitgliederversammlung, die dem Ehemaligen-Treffen vorangegangen ist, zum neuen Vorsitzenden der Alumni Nepomuceni gewählt worden und löst damit Dr. Bernhard Kewitz ab.

Schulleiterin Angela Bülo begrüßt die Nepomucener und freut sich über die große Schar, die dem Gymnasium die Treue hält. Sie hoffe auf Impulse aus dem Verein, gerade auch mit Blick auf die Feier des 400-jährigen Bestehens des Nepomucenums in 2027. „Wir sind ein modernes Gymnasium mit Blick auf die Vergangenheit“, ruft sie den Nepomucenern zu.

Ludger Wachsmann, Heinz Schmäing und Dr. Winfried Woesler (in Breslau geboren), alle drei vom Abiturjahrgang 1958, finden sich zusammen, um Erinnerungen auszutauschen. Lange bevor 1984 erstmals Mädchen in der Sexta (5. Klasse) aufgenommen worden seien, habe es 1967 bereits eine nach Coesfeld zugezogene junge Dame gegeben, die laut Gerichtsbeschluss am reinen Jungengymnasium habe unterrichtet werden müssen. Das habe dem damaligen Schulleiter gar nicht gefallen.

Jürgen Arlt (Abi-Jahrgang 1963) zeigt sich begeistert von dem Treffen. „Der Austausch zwischen den Generationen ist gewinnbringend und verbindend.“

Inzwischen hat Werner Fäth Ulrich Siefke getroffen, der zwei Jahre nach ihm Abitur gemacht hat. Gemeinsam mit Hubert Kühnhenrich, von 1974 bis 2010 Lehrer für Mathematik und Physik im Nepomucenum, besuchen sie die Sternwarte hoch oben auf dem Dach des Schulzentrums. Achim Willenbring, Lehrer für Mathematik, Physik und Informatik, erläutert das Teleskop, das aus dem Jahr 1978 stammt. „So etwas Modernes hat es bei uns damals nicht gegeben“, sagt Werner Fäth und freut sich auf weitere Gespräche mit Gleichgesinnten an „seiner Schule“.

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