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Christofer und Maria Weßeling richten an der alten Schule in Goxel einen Rast- und Informationsplatz ein

Neue Adresse für Radler und Wanderer

Coesfeld

Was für eine Aussicht! Frisches Frühlingsgrün, neu bestellte Felder und hinten tuckert ein Traktor. Dass es sich Wanderer und Fahrradfahrer hier schon sehr bald unter Linden auf einer Holzliege bequem machen und den Blick in die westfälische Weite schweifen lassen können, möchten Maria und Christofer Weßeling möglich machen. 15 600 Euro Fördergeld haben sie jetzt aus dem Leader-Programm für Kleinprojekte erhalten, die höchste Summe, die in diesem Förderdurchgang an Antragsteller aus Coesfeld ausgezahlt worden ist.

Von Ulrike Deusch

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Etwa noch mal so viel legt das Ehepaar Weßeling drauf, damit an der alten Schule in Goxel ein Rast- und Informationsplatz entstehen kann, der natürlich viel mehr bieten wird, als eine Liege mit schöner Aussicht. „Wir wollen neben einem Tisch und einer Sitzbank auch eine Ladestation für E-Bikes einrichten und ein Info-Screen, auf dem wir zum einen die Geschichte des Schulgebäudes darstellen und zum anderen Hinweise auf weitere Ziele und Sehenswürdigkeiten in der Nähe geben“, beschreibt Christofer Weßeling die Idee, die kurzfristig umgesetzt werden soll, damit Wanderer und Radler schon in diesem Sommer den Rast- und Info-Platz ansteuern können.

Das Ehepaar Weßeling hat das Gebäude, in dem bis zur Schließung 2009 die Goxeler Kardinal-von-Galen-Schule und anschließend die Schule für Gesundheitsberufe ansässig war, im vergangenen Jahr erworben und ihr Digitalisierungs-Unternehmen Weslink GmbH hier angesiedelt, das inzwischen 14 Mitarbeiter hat. Weitere Räume werden als Coworking Spaces angeboten.

„Uns ist aufgefallen, dass viele Wanderer und Radfahrer hier an der alten Schule vorbeikommen“, berichtet Christofer Weßeling, wie die Idee vom Rastplatz entstanden ist. Die Recherche ergab, dass tatsächlich ein vom Westfälischen Heimatbund ausgezeichneter Weg hier entlang führt, der auch als Verbindung zu einem in der Nähe verlaufenden Jakobsweg genutzt werden kann. Außerdem, ergänzt Maria Weßeling, sei die alte Schule für viele Goxeler noch immer ein besonderer Ort. Zahlreiche Kinder haben hier Lesen und Schreiben gelernt und erste Schritte ins Leben gemacht. In Kooperation mit dem Heimatverein soll die Geschichte des Gebäudes hier an der Info-Station auch wieder erlebbar gemacht werden.

Bei ihrem Projekt setzen Christofer und Maria Weßeling auf Nachhaltigkeit. „Die Energie für die E-Bike-Ladestation wird von einem Solarpanel erzeugt und die Möbel sind aus recyceltem Material“, so Christofer Weßeling. Falls die Sonne mal nicht scheint, speisen die Weßelings Strom von außen ein, damit die Station trotzdem genutzt werden kann. Und sie übernehmen auch Betrieb und Pflege sowie anfallende Kosten. Die schöne Aussicht kostet nichts – und wäre auch unbezahlbar.

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