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Entwicklung am ehemaligen Standort von Beschläge Voss

Neuer Wohnraum an der Kupferstraße

Coesfeld

Zwei neue Mehrfamilienhäuser sollen auf den benachbarten Grundstücken Kupferstraße 34 (ehemals Beschläge Voss) und Gerichtswall 3 entstehen. Mit dem Vorhaben beschäftigte sich jetzt erstmals der städtische Bauausschuss, der ein grundsätzlich positives Signal an den Investor sendete. „Das Objekt passt sehr gut zum Bestand“, meinte etwa André Kretschmer (SPD), der allerdings deutlich machte, dass der Alleecharakter des Gerichtswalls erhalten werden müsse. „Uns ist wichtig, dass wir da mehr Bäume haben“, so der Ratsherr.

Von Christine Tibroni

Zwei neue Mehrfamilienhäuser, die optisch eine Einheit bilden, sollen an der Ecke Gerichtswall/Kupferstraße gegenüber der VR-Bank entstehen. Foto: Entwurf: Andreas Bodem

„Erst mal sind wir dankbar, dass da etwas passiert“, sagte Gerrit Tranel (CDU), der sich allerdings überrascht zeigte „über das wahnsinnige Volumen, das da entstehen soll.“ Vorgesehen sind ein dreigeschossiger Wohnriegel am Gerichtswall sowie ein viergeschossiger Längsbau mit einem fünfgeschossigen Turm an der Kupferstraße. Auch dieses Gebäude soll vor allem Wohnzwecken dienen, wobei im Erdgeschoss nach derzeitigem Stand eine Seniorentagespflege mit angegliedertem Café entstehen soll. Die nötigen Pkw-Stellplätze werden mit einer Tiefgarage geschaffen. Ein Freiraum zur Berkel zwischen den beiden Gebäuden soll öffentlich zugänglich sein. Tranel weiter: „Ich hätte es zudem lieber gesehen, wenn der Komplex etwas tiefer in das Grundstück gesprungen wäre. Denn schon heute haben wir an der Ecke eine kritische Situation für Radfahrer.“ Dem pflichtete Dieter Goerke (Aktiv für Coesfeld) bei. Heinz Volmer (Pro Coesfeld) befand: „Es ist gut, dass es an dieser Stelle vorangeht. Gut, dass da etwas entwickelt wird.“

Auch der Gestaltungsbeirat hat sich bereits mit dem Vorhaben befasst und kommt zu dem Ergebnis, dass „der vorgelegte Entwurf eine sehr gute und zukunftsweisende Aufwertung des Raums darstellen kann und das Grundstück städtebaulich gut gliedert.“

Wenn auch der Stadtrat am 1. Juli den Daumen hebt, kann der Investor die Planung weiter betreiben, die schließlich mit einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan abgesichert wird. Da es sich um ein stadtbildprägendes Gebäude handelt, soll es eine Information der Öffentlichkeit durch die Stadt Coesfeld mit der Möglichkeit der informellen Beteiligung geben.

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