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City-Tankstelle nur vorübergehend geschlossen – Christophorus-Kliniken haben Hotel nun angemietet

Nicht verkauft, aber gesprächsbereit

Coesfeld

Es tut sich was an der Münsterstraße: Die Christophorus-Kliniken wollen die Entwicklung ihres Campus vorantreiben. Dazu hat das Krankenhaus nun das Hotel Am Münstertor angemietet, wie Dr. Mark Lönnies, Geschäftsführer der Christophorus-Kliniken, auf AZ-Nachfrage nun bestätigt. Nicht veräußert sei hingegen die City-Tankstelle. Diese habe laut Eigentümer nur vorübergehend geschlossen.

Von Florian Schütte

Die City-Tankstelle, die seit Kurzem geschlossen ist, sei nicht veräußert worden, wie die Eigentümer-Familie van Lochum bestätigt. Es habe nur einen Pächterwechsel gegeben. Foto: Foto: Florian Schütte

„Zurzeit bieten wir im Hotel Angehörigen eine Unterbringungsmöglichkeit an, zum Beispiel Eltern, deren Kinder auf der Frühgeborenen-Station behandelt werden“, erläutert Lönnies. „Verschiedene Räume im Erdgeschoss nutzen wir als Besprechungsraum sowie als Zentrum für die regelmäßigen Corona-Tests unserer Mitarbeitenden.“

Nachdem die Preistafel der City-Tankstelle kürzlich erloschen war, wurde schnell das Gerücht laut, das Krankenhaus habe das Tankstellengelände erworben, um Platz für ein Parkhaus zu schaffen. Darauf angesprochen, weicht Lönnies aus: „Wir haben großes Interesse daran, dass die Stadt Coesfeld die Parkraumentwicklung im Umfeld des Krankenhauses vorantreibt und sich der Christophorus-Campus weiterentwickeln kann“, sagt der Geschäftsführer. „Mit vielen Beteiligten gibt es hierzu einen guten Austausch.“

Tatsächlich ist die Stadt noch auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück für ein neues Parkhaus an der östlichen Seite der Münsterstraße, wie am Mittwochabend auch im Umweltausschuss deutlich wurde. Doch weil derzeit noch zu viele Fragen offen seien, beantragte André Kretschmer (SPD), den Tagesordnungspunkt abzusetzen und später darüber zu befinden. Seine Einschätzung wurde einstimmig von den Ausschussmitgliedern geteilt.

Die Eigentümer-Familie der City-Tankstelle tritt derweil allen Gerüchten deutlich entgegen. „Da ist überhaupt nichts dran. Wir hatten nur einen Pächterwechsel“, erklärt André van Lochum das zurzeit noch mit Flatterband abgesperrte Gelände. „Das Grundstück ist seit 70 Jahren in Familienbesitz und wir wollen an diesem Zustand zunächst auch nichts ändern“, teilt van Lochum mit. Er sagt aber auch: „Falls jemand einen guten Vorschlag macht, sind wir in Zukunft immer zu Gesprächen bereit.“

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