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Mit Kita Nummer 23 ins neue Kindergartenjahr / Weitere Betreuungsplätze in Planung

Nur auf Platz in Wunsch-Kita warten

Coesfeld

Fünf gute Nachrichten gibt es im Hinblick auf das neue Kindergartenjahr, das am heutigen Montag beginnt. Nahezu zu einhundert Prozent erfüllt ist die Versorgungsquote für Kinder über drei Jahren, was einen Betreuungsplatz in einer Kindertageseinrichtung in Coesfeld betrifft. Einige Coesfelder Eltern lassen ihre Kinder im Umland, zum Beispiel in Betriebskindergärten, betreuen.

Von Manuela Reher

Nicht alle Eltern haben einen Betreuungsplatz für ihr Kind im Wunschkindergarten erhalten. Ab Herbst soll ein neues Software-Programm der Stadt die Platzvergabe erleichtern. Foto: Foto: Esi Grünhagen/Pixabay

Damit auch weiterhin der Betreuungsbedarf gedeckt werden kann, sind neue Plätze eingerichtet worden. Der neue DRK-Kindergarten Hohes Feld am Lübbesmeyerweg mit 75 weiteren Kita-Plätzen in vier Gruppen kann am 15. August bezogen werden, wie Stadtsprecherin Andrea Zirkel mitteilt.

In der Kita „Die Arche“ im Wohngebiet Nordwest werden zwei weitere Gruppen mit insgesamt 35 Plätzen geschaffen. Die Baugrube für den Erweiterungsbau ist bereits ausgehoben. Ein Teil der zusätzlichen Kinder wird bereits im Rahmen einer Interimslösung im Pavillon an der ehemaligen Martin-Luther-Schule am Köbbinghof betreut.

In Lette ist in Trägerschaft der DRK-Kindertageseinrichtungen im Kreis Coesfeld gGmbH eine weitere Kita in Planung. Das wäre dann Kita Nummer 23 in Coesfeld. Näheres dazu berät der Jugendhilfeausschuss am 30. August.

Die katholische Kirchengemeinde St. Johannes in Lette errichtet einen Neubau der Kita St. Marien als Ersatz für das bisherige Gebäude.

Aktuell gibt es 22 Kitas in Coesfeld und Lette mit insgesamt 82,5 Gruppen. Die Versorgungsquote für Kinder unter drei Jahren liegt bei 45 Prozent. Von den insgesamt 1627 Plätzen werden 458 für Kinder unter drei Jahren genutzt. 440 kleine Coesfelder erleben im neuen Kindergartenjahr ihren allerersten Tag in einer Kita.

Die Quote für die Kinder unter drei Jahren sei trotz der zusätzlichen Plätze annähernd gleich geblieben, weil die Stadt über weniger Tagespflegeplätze verfüge, heißt es von Seiten der Stadt. Tatsächlich sei es aktuell schwierig, neue Tagesmütter zu gewinnen, wie Dorothee Heitz, Leiterin des städtischen Fachbereichs Jugend, Familie, Bildung und Freizeit, erläutert. Dies sei der Arbeitsmarktlage geschuldet. Außerdem gebe es einen aktuellen Trend, der in dem Satz „Früher Kitaplatz schlägt Tagespflege“ treffend zusammengefasst werden könne. Die Tagespflegeplätze fließen immer in die Quotenermittlung für Kinder unter drei Jahren ein.

Nahezu alle Eltern, die für ihr Kind einen Betreuungsplatz gewünscht haben, seien berücksichtigt worden, wie Dorothee Heitz mitteilt. Allerdings habe nicht jeder einen Platz in seinem Wunschkindergarten erhalten. „Manche Eltern wollen dann lieber abwarten, bis der Platz im Wunschkindergarten frei ist“, kommentiert Dorothee Heitz.

Andere hingegen nehmen einen weiteren Weg zur Kita in Kauf. In der neuen Kita „Hohes Feld“ zum Beispiel werden ab Mitte August auch Kinder aus Lette betreut. Aktuell stehen 57 Kinder auf der Warteliste. Darunter seien aber auch Kinder, die jünger als ein Jahr seien.

Ob und inwieweit Eltern ihren Wunschkindergartenplatz erhalten, könne die Stadt beim aktuellen Anmeldesystem nicht nachhalten. Das werde sich aber ändern, wenn die Stadt im Herbst ein neues Software-Programm für die Platzvergabe ab August 2023 einführe, erläutert Dorothee Heitz. Dabei können die Eltern dann Prioritäten angeben. Es bleibe indes dabei, dass letztlich die Verträge mit den jeweiligen Kita-Trägern geschlossen würden und sich die Eltern in ihrer Priorität eins weiterhin vorstellen müssten, um sensible Fragen wie Förderbedürftigkeit des Kindes abzuklären.

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