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Komitee bringt Projekt mit Unterstützung von Land NRW und Bürgerstiftung auf den Weg

Partnerschaft erblüht an der De-Bilt-Allee

Coesfeld. Die Früchte der Partnerschaft können schon jedes Jahr geerntet werden. Im wahrsten Sinne des Wortes. Denn an der De-Bilt-Allee steht da, wo der Stadtrandweg um die Siedlung beginnt, ein Apfelbaum, der vor rund 20 Jahren von den damaligen Bürgermeistern von Coesfeld und De Bilt gepflanzt worden war, um die Städte-Freundschaft zu stärken und ins Bewusstsein der Menschen zu rücken. „In De Bilt wurde das Pendant unweit vom Rathaus Jagdlust gepflanzt“, weiß Brigitte Exner, die frühere Vorsitzende und „Urgestein“ des Partnerschaftskomitees. Doch bei vielen Coesfeldern ist das in Vergessenheit geraten. „Auch die De-Bilt-Allee bringen nur wenige noch mit Coesfelds Partnerstadt De Bilt in den Niederlanden vor den Toren der Großstadt Utrecht in Verbindung“, merkt Heinz Öhmann, der neue Vorsitzende des Partnerschaftskomitees, an. Das soll sich nach Wunsch des Komitees ändern. Die Partnerschaft soll wieder erblühen. Als erstes Signal sogar auch wortwörtlich. Gerade auch in Pandemiezeiten, wo so gut wie kein direkter Kontakt stattfinden kann, soll die Partnerschaft einen blumigen Impuls erhalten. „Wir starten ein Projekt unter dem Motto ,Europa grün machen’“, erzählt Öhmann im Beisein von acht Komiteemitgliedern an der „Partnerschaftsecke“.

Detlef Scherle

Mitglieder des Partnerschaftskomitees mit den ehemaligen Bürgermeistern Heinz Öhmann und Brigitte Exner an der Spitze trafen sich jetzt an der Stelle, wo noch rechtzeitig vor dem Europatag am 9. Mai eine klimaresiliente Blühfläche angelegt werden soll. Links im Hintergrund: der Apfelbaum, der vor 20 Jahren als Partnerschaftsbaum gesetzt worden war. Foto: Detlef Scherle

Der Platz ist nicht gerade schön. Hier bringen die Bewohner des Quartiers ihre leeren Flaschen und Altkleider hin. Oft bleibt Müll daneben stehen. Ein Postkasten nimmt Briefe auf. Doch in diesem Sommer soll die Rasenfläche inmitten der asphaltierten Umfahrt, auf der bislang nur zwei Bäume stehen, bunt werden. Ein echter Hingucker. Stolz präsentiert Öhmann eine Urkunde, die er auf seinen Antrag hin vom NRW-Europaminister Stephan Holthoff-Pförtner erhalten hat. Der unterstützt die Idee aus Coesfeld mit 2000 Euro. Nochmal 1500 Euro gewährt die Bürgerstiftung als Zuschuss.

Das Geld ist aber nicht nur für irgendwelche bunten Blumen vorgesehen – klimaangepasst soll die Bepflanzung sein. „Wir werden hier trockenheitsresiliente Pflanzen setzen“, so Öhmann, der für die Pflanzaktion, die am 8. Mai, einen Tag vor dem Europatag, stattfinden soll, auf jede helfende Hand hofft – vor allem auch aus dem Wohngebiet selbst: „Jeder ist eingeladen mit anzupacken,“ so Öhmann. Es gebe viel zu tun, von der Vorbereitung des Pflanzbeetes bis zum Einpflanzen der auch insektenfreundlichen Stauden. Bereits im Sommer soll dann alles blühen. Fachlich begleitet wird das Ganze vom Verband Galabau NRW (siehe Kasten).

Der besondere Pfiff: So wie damals die Obstbäume soll auch diesmal nicht nur in Coesfeld gepflanzt werden. „Wir wollen auch Pflanzen mit De Bilt austauschen – auch dort soll so eine kleine Fläche entstehen, die auf die Partnerschaft hinweist“, erklärt Öhmann. Und diesmal sollen sie nicht – wie die Bäume – schnell in Vergessenheit geraten. „Wir überlegen noch, wie man den Bezug zur Partnerschaft deutlich machen kann“, so Öhmann. Vielleicht in Form von Hinweisschildern. Auch an eine Einbeziehung in den QR-Code-Rundgang zur Stadtgeschichte ist gedacht.

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