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Erste Covid-19-Impfungen durch Betriebsärzte sind angelaufen

Per Losverfahren zum Piks

Coesfeld

Seit einer Woche dürfen Betriebsärzte gegen Covid-19 impfen, und obschon der Impfstoff knapp und entsprechend kontingentiert ist, sind auch in Coesfelder Unternehmen erste Impfaktionen gelaufen. Darunter der Biogroßhändler Weiling. Am Firmensitz in Coesfeld wurden am vergangenen Dienstag 60 Dosen des Vakzins von Biontech/Pfizer verimpft, wie Unternehmenssprecherin Annette Thul auf Anfrage mitteilte. Weitere Impfungen folgten am vergangenen Freitag. Nächster Impftermin sei der 21. Juni. Per Losverfahren werde ermittelt, welche der impfwilligen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zum Zuge kommen. „Wir freuen uns sehr, dass wir so gut dabei sind“, so Thul.

Von Christine Tibroni

Beim Biogroßhändler Weiling fanden in dieser Woche die ersten Covid-Impfungen durch Betriebsärzte statt. Foto: Foto: Weiling GmbH

Auch bei der Sparkasse Westmünsterland mit den Kreisen Coesfeld und Borken als Geschäftsgebiet wurden in der vergangenen Woche die ersten Mitarbeiter geimpft. 100 Impfdosen standen zur Verfügung, so Pressesprecher Robert Klein. Und weiter: „Die Kolleginnen und Kollegen können sich intern für die Impfung registrieren, die Termine werden dann nach dem Zufallsprinzip vergeben.“

Andere sind startbereit, können aber noch nicht loslegen, weil der Impfstoff fehlt. „Alles steht. Wir haben mit unserem hauseigenen Gesundheitszentrum geeignete Räumlichkeiten, wir haben ein Hygienekonzept. Wir haben unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen befragt, wer geimpft werden möchte. Die Resonanz war sehr groß. Das Problem sind die fehlenden Impfdosen“, berichtet Hupfer-Geschäftsführer Helmut Schumacher, der Ähnliches von Unternehmerkollegen gehört hat.

Wieder andere stecken noch in den Vorbereitungen. Marcello Concilio, Sprecher von Errnsting’s family: „Wir prüfen derzeit die Umsetzung einer Impfstraße an unseren Logistikstandorten. Neben noch einigen ungelösten Fragen hinsichtlich der Organisation ist hier aber vor allem der Punkt der nicht vorhandenen Impfdosen ein ganz entscheidender.“ Ähnlich äußert sich auch Parador-Sprecherin Jutta Wiebe: „Wir wollen unseren Mitarbeitern ein Angebot machen, müssen die konkrete Ausgestaltung aber von der Verfügbarkeit des Impfstoffs abhängig machen.“ Die bundesweite Aufhebung der Impfpriorisierung bei gleichzeitiger Erweiterung des Personenkreises um Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren dämpft die Hoffnung auf schnellen Impffortschritt in den Betrieben. Wiebe: „Vor diesem Hintergrund raten wir unseren Mitarbeitern bisher noch dazu, sich weiter privat um einen Impftermin bei ihrem Hausarzt oder im Impfzentrum zu bemühen.“

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