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Zukunft der Kirchengemeinde St. Johannes Lette nach dem Tod von Pfarrer Stephan Wolf

Pfarrstelle wird nicht neu besetzt

Lette

Nach dem plötzlichen Tod von Stephan Wolf, der zuletzt als Pfarrer in der Gemeinde St. Johannes Lette tätig war, steht die Frage um die Zukunft der Pfarrei im Raum. Auf AZ-Nachfrage bringt es Johannes Arntz auf den Punkt: „Vom Bistum ist vorgesehen, dass die Stelle des leitenden Pfarrers in Lette nicht neu besetzt werden soll“, so der leitende Pfarrer in der Gemeinde St. Lamberti. Gleiches bestätigt Johannes Hammans als Dechant des Dekanats Coesfeld und Dülmen: „Stephan Wolf war der letzte reguläre Pfarrer in dieser Form in der Kirchengemeinde St. Johannes Lette.“ In Zukunft sei nun eine „kooperative Seelsorge“ mit St. Lamberti geplant. Dazu sollen Ende August Gespräche mit entsprechenden Gremien und Vertretern des Bistums geführt werden.

Von Leon Seyock

Nach dem plötzlichen Tod von Pfarrer Stephan Wolf, zuletzt tätig in der Kirchengemeinde St. Johannes Lette, soll es in Zukunft eine kooperative Seelsorge mit der Kirchengemeinde St. Lamberti geben. Foto: Foto: Leon Seyock

Zurückhaltender äußerte sich gestern noch das Bistum Münster. Die Pressestelle teilte auf Anfrage mit, dass es einen intensiven Kontakt der Abteilung Seelsorge-Personal im Bischöflichen Generalvikariat Münster mit den hauptberuflich Tätigen sowie den ehrenamtlichen Vertretern der Gremien – Kirchenvorstand und Pfarreirat – vor Ort in Lette gegeben habe und aktuell gebe. Auch das Bistum verweist auf das gemeinsame Gespräch, in dem eine Perspektive für die Pfarrei St. Johannes Lette aufgezeigt werden soll.

Laut Johannes Arntz soll die Eigenständigkeit der Pfarrei „weitestgehend erhalten bleiben“. Von einer Fusion könne man nicht sprechen, vielmehr sollen die seelsorgerischen Tätigkeiten gebündelt werden. „Ziel ist, dass es ein Seelsorge-Team für zwei Pfarreien geben soll“, erläuterte Arntz weiter. Wie das im Detail aussehen soll, werde im angekündigten Gespräch beraten. Johannes Hammans wünscht sich indes, dass ein entsprechender Seelsorger vor Ort wohne und so in engem Kontakt mit der Kirchengemeinde stehe.

Um Vorgänge schon jetzt – seit dem Tod von Pfarrer Stephan Wolf – zu vereinfachen, wurden bereits „verwaltungstechnische Dinge zusammengelegt“, schilderte Arntz. So könnten beispielsweise die Pfarrsekretärinnen Einblick in die Dienstpläne der jeweils anderen Pfarrei erhalten, um Termine besser abstimmen und vergeben zu können.

Noch rund eineinhalb Wochen zelebriert Ionut Imbrisca als Urlaubsvertretung die Gottesdienste in der St.-Johannes-Kirche, „ab dem Ende der kommenden Woche werden wir dann gemeinsam schauen, wie die Gottesdienste in Lette besetzt werden können“, wirft Arntz einen Blick voraus. Denn eben dafür brauche es die engen Absprachen untereinander. Eines konnte Arntz aber bereits im Pressegespräch gestern Nachmittag versichern: „Die Besetzung der Gottesdienste in Lette wird sichergestellt.“

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