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Einstimmiges Votum im Fachausschuss für fünf kommunale Gebäude

Photovoltaik-Offensive nimmt Fahrt auf

Coesfeld

Die Photovoltaik-Offensive für Kommunalgebäude nimmt Fahrt auf. Einstimmig hat sich der Fachausschuss nun dafür ausgesprochen, die Konzeption und Umsetzung von zunächst bis zu fünf Projekten mit der Emergy GmbH in Angriff zu nehmen. Drei Hauptziele würden dabei verfolgt, wie Lukas Dieckmann von der Emergy den Ausschussmitgliedern erläuterte.

Von Florian Schütte

Dies sind nur vier von zehn Gebäuden, die vorrangig für die Photovoltaik-Offensive auf Kommunalgebäuden infrage kommen: das Rathaus (o.l.), die Freiherr-vom-Stein-Realschule (o.r.), das Sportzentrum West (u.l.) und die Obdachlosenunterkunft am Darfelder Weg (u.r.). Foto: Fotos: Archiv/Montage: fs

Zunächst gelte es, die 26 Liegenschaften der sogenannten „Longlist“ zu bewerten und ihr Erschließungs-Potenzial zu ermitteln. „In einem zweiten Schritt wird der Ausbaupfad skizziert“, sagte Dieckmann. Das bedeutet, dass möglichen Erschließungsstandorten Vorrang eingeräumt wird. „Im letzten Schritt werden konkrete Angebote für die Installation und den Betrieb der PV-Anlagen entwickelt“, so Dieckmann.

Auf die Longlist, also die Liste aller denkbaren Standorte, würden mehrere Filter gelegt, sodass am Ende eine „Shortlist“ der Standorte übrig bleibt, die Priorität haben. „Gefiltert wird nach Gebäudezustandsnutzung, Netzanschlussfähigkeit, Erzeugungspotenzial und Eigenverbrauchspotenzial“, zählte Dieckmann auf. „Es bleiben am Ende zehn Liegenschaften über, die wir gerne priorisiert behandeln würden“, sagte der Fachmann.

Barbara Sieverding (Grüne) erkundigte sich, wie lange es dauern würde, diese Shortlist abzuarbeiten. „Das hängt auch von geplanten Maßnahmen wie Dachsanierungen ab, um möglichst Synergieeffekte zu nutzen“, antwortete Dieckmann. Eine Auskunft, wann die Fachpartner liefern können, habe man noch nicht. „Wir wollen das Projekt aber mit großem Elan und Engagement angehen“, versprach Dieckmann.

André Kretschmer (SPD) brachte auch schräg stehende Anlagen an Regenrückhaltebecken ins Spiel. „Auch auf Parkplätzen könnte man Photovoltaik betreiben, dann hätte man die Plätze leicht überdacht“, nannte Kretschmer ein weiteres Beispiel. Dem pflichtete auch Markus Köchling (CDU) bei. „Parkplätze zu nutzen, kommt ins Rollen.“

Warum nicht gleich alle zehn Liegenschaften ausgestattet werden, erklärte Fachbereichsleiter Uwe Dickmanns damit, dass dies zu viel auf einmal sei. „Es soll ja am Ende eine Win-win-Situation sein – sowohl finanziell als auch in der Außenwirkung.“ Sobald man den Vertrag geschlossen habe, könne man loslegen.

Zu den zehn Gebäuden auf der Shortlist zählen: das Rathaus, die Ludgerischule, die Freiherr-vom-Stein-Realschule, das Heriburg-Gymnasium, das Sportzentrum Süd, das Sportzentrum West, die Obdachlosenunterkunft Darfelder Weg 103, das Asylantenwohnheim Harle 1, das Asylantenwohnheim Im Sonnenschein 62 und die Spätaussiedlerunterkunft Grimpingstraße.

Diskussionen gab es noch um ein städtisches Solarkataster. Stadtbaurat Thomas Backes konnte sich an einen Beschluss nicht erinnern, der die Stadt in die Pflicht nimmt, ein solches Kataster zu erstellen. „Das macht der Kreis für die Kommunen mit“, war sich Backes sicher. Er wurde dann jedoch von Frieda-Marie Schmitz (SPD) eines Besseren belehrt, die noch mal genauer nachschaute und entsprechenden Beschluss fand.

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