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Sechs Wochen „Sport im Park“ starten in der nächsten Woche

Schlosspark wird zum Sportplatz

Coesfeld

„Wenn wir schon hier versammelt sind, können wir ja direkt den ersten Sportkurs durchführen“, wirft Bürgermeisterin Eliza Diekmann in die Runde und lacht. Gesagt – getan: Angela Frin, Übungsleiterin von der DJK Vorwärts Lette, zeigt die Yoga-Stellung „Krieger“. Im Handumdrehen stehen alle mit ausgestreckten Armen und mit festem Stand auf der Rasenfläche im Schlosspark. Komplettiert wird das kleine Aufwärmprogramm für sechs Wochen „Sport im Park“ durch mehrmaliges Hüpfen. „Jetzt sind wir ja super gewappnet“, meint Diekmann nach der kurzen Sporteinlage.

Von Leon Seyock

Wärmen sich schon mal auf für sechs Wochen „Sport im Park“ (von links): Birgit Pütter (Stadtsportring), Bürgermeisterin Eliza Diekmann, Alexander Bergenthal (Kreissportbund), Angela Frin (DJK Vorwärts Lette), Antje Evers (Sponsor Stadtwerke), Silke Eckrodt (Tanzcentrum Coesfeld), Carolin Aehling (LG Coesfeld), Heike Niehenke (DJK Eintracht Coesfeld), Daniela Bäumer-Lanfer (Kreissportbund) und Jonas Elpers (Bundesfreiwilligendienstleistender beim Kreissportbund). Foto: Foto: Leon Seyock

Bunt gemischt ist in diesem Jahr wieder das Angebot von „Sport im Park“, das der Kreissportbund mit Unterstützung durch den Stadtsportring und der Stadtwerke Coesfeld im Schlosspark anbietet. Neben altbekannten Übungsleitern konnten auch neue gewonnen werden, wie Alexander Bergenthal vom Kreissportbund vor Ort berichtet. „Deshalb habe ich mir in Coesfeld auch keine Sorgen gemacht, dass wir das Angebot in diesem Jahr nicht zustande bekommen“, freut sich Bergenthal, der „Sport im Park“ in sieben von elf Kommunen im Kreis organisiert.

Los geht es direkt zu Beginn der Ferien mit einem Lauftraining für alle von der LG Coesfeld. „Gemeinsames Laufen ist eine schöne Möglichkeit, Leute zum Sport zu motivieren“, urteilt Athletin und Übungsleiterin Carolin Aehling. Treffpunkt wird am Schlosspark sein, von dort aus werden unterschiedlich große Runden gedreht. Mit an Bord ist auch in diesem Jahr das Tanzcentrum mit „Dance Fitness“ und Zumba. „Damit kann man den Sommer über gut in Bewegung bleiben“, wirbt Silke Eckrodt. Besonders, weil in den Ferien die meisten Turnhallen geschlossen seien, würde sich die Bewegung in Gemeinschaft unter freiem Himmel anbieten.

Ins Schwitzen werden die Teilnehmer der Kurse von der SG Coesfeld kommen – „Energy Dance“ und „Body Shape“ stehen hier in den Sommerferien auf dem Programm. Dabei wird eine Stunde lang „körperlich gefordert und entstresst“, wie es im Flyer beschrieben ist. Ruhiger geht es beim „Yoga Workout Flow“ zu, das Angela Frin von der DJK Vorwärts Lette an mehreren Vormittagen anbieten wird. Dabei werden „fließende Bewegungen eingesetzt, um Verspannungen zu lösen“, erklärt Frin. Von Anfang an dabei ist auch die DJK Eintracht Coesfeld, die mit „Ankerangeboten“ aufwartet, erklärt Bergenthal. Sportbegeisterte können sich hier Fitnessgymnastik, Pilates und zum ersten Mal Kinder- und Familienyoga anschließen. „Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr auch etwas für kleine Kinder im Repertoire haben“, betont Heike Niehenke von der DJK. Das Familienyoga, durchgeführt von Nina Jonker-Völker, richtet sich an Familien mit Kindern ab drei Jahre.

Da wird auch Bürgermeisterin Diekmann hellhörig: „Das wäre doch etwas, das ich auch mit meinen Kindern ausprobieren könnte“, überlegt sie laut. Generell freue sie sich, dass „Sport im Park“ – das in diesem Jahr zum fünften Mal in der Kreisstadt angeboten wird – bereits eine fest etablierte Größe sei. „Gerade nach den Kontaktbeschränkungen hat das Angebot einen besonderen Stellenwert.“ Auch für Vereine sei es gut, dass sie sich präsentieren könnten. Birgit Pütter vom Stadtsportring hakt ein: „Es ist eine gute Möglichkeit für Vereine, neue Mitglieder zu gewinnen. Auf unsere Sportvereine ist Verlass, das hat sich wieder bei der Vorbereitung der Veranstaltung gezeigt“, sagt sie – denn die Resonanz sei von Beginn an groß gewesen.

Jeder kann an jedem Angebot teilnehmen, „und dabei neue Sportarten für sich entdecken“, schließt Alexander Bergenthal ab. Denn zu lernen gibt es viel mehr als nur den Yoga-Krieger.

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