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Karnevalsvereine in Coesfeld, Goxel und Lette sagen ihre Veranstaltungen ab

Session fällt (fast) komplett ins Wasser

Coesfeld

Eigentlich hätten am kommenden Sonntag die Jecken wieder Schlange gestanden beim Kartenvorverkauf für die Büttabende von AnKoBlu am 18. und 19. Februar. „Die müssen wir leider absagen“, bedauert Markus Eckrodt – schon wieder. Denn das zweite Jahr in Folge macht die Pandemie dem närrischen Treiben einen Strich durch die Rechnung. Auch die Die-La-Hei, die Nachbarschaft Wittenfeld in Goxel und KoKiKaTe in Lette haben mittlerweile reagiert und ihre geplanten Veranstaltungen abgesagt.

Von Florian Schütte

Ob (im Uhrzeigersinn) der Sturm aufs Rathaus der AnKoBlu-Frauen an Altweiber, der Wittenfelder Umzug am Tulpensonntag, der Galaabend von KoKiKaTe in Lette oder auch der Büttabend der Die-La-Hei – sämtliche Karnevalsveranstaltungen fallen 2022 ins Wasser. Foto: Fotomontage: Florian Schütte

Bis Anfang Dezember habe Markus Eckrodt noch die leise Hoffnung gehabt, dass der Karneval im Februar stattfinden könne – „zumindest unter 2G oder 2G+, das wäre noch hinnehmbar gewesen“, meint der 1. Vorsitzende von AnKoBlu. Betroffen von der Absage ist auch der Senioren- und Familiennachmittag am 26. Februar. Zudem werde es auch an Altweiber keinen Sturm aufs Rathaus mit anschließender Feier im Kolpinghaus geben.

„Wir haben aber bei einem Gewinnspiel der VR-Bank mehrere Hoodies gewonnen, die wir mit unserem Logo bedrucken lassen haben“, verrät Eckrodt. Der kommende Sonntag als feststehender Termin soll dann genutzt werden, um die Kapuzenpullover an die Mitglieder zu verteilen. „Geplant ist auch ein Outdoor-Foto unter dem Einsatz einer Drohne“, sagt Eckrodt. Außerdem erwägen es die Jecken von AnKoBlu, kleine Aktionen durchzuführen. „Aber nicht online“, winkt Eckrodt ab, „sondern vielleicht in der Fußgängerzone, um ein bisschen Karneval zu den Leuten zu transportieren“.

Auch der Die-La-Hei tat die erneute Absage aller Veranstaltungen weh. Der Büttabend wäre am Samstag in 14 Tagen der Auftakt zur Session 2022 gewesen. Viele Anmeldungen dafür waren schon eingegangen. „Auch wenn diese Entscheidung vernünftig und nachvollziehbar war, traf es den Verein wie ein Paukenschlag“, teilt Jochen Hunkemöller, Präsident der Die-La-Hei, betrübt mit. „Bei den Tanzgarden flossen jede Menge Tränen. Die Trainings wurden unter Einhaltung aller Coronaschutzregeln über das ganze Jahr durchgeführt und nun können die Mädchen ihre Leistung nicht auf die Bühne bringen.“

Für die Vorbereitung einer Online-Session ist die Zeit nun zu knapp, weil man sich voll und ganz auf Live-Aufritte konzentriert hatte. „Es gibt (Stand heute) gar keinen Karneval in 2022“, bedauert Hunkemöller. Ganz aufgeben will die Die-La-Hei die Hoffnung jedoch noch nicht und hält sich für alles bereit, was möglich gemacht wird. In jedem Fall sollen zum Kinderkarneval die Kleinen ihre Süßigkeitentüten erhalten.

Auf der Vorstandssitzung der Nachbarschaft Wittenfeld am Dienstagabend habe man auch dort die Entscheidung gefällt, den gesamten Karneval abzusagen. Das betrifft sowohl den Umzug am Tulpensonntag als auch den Büttabend einen Abend zuvor. Altweiber, der Kinderkarneval am Samstagmorgen (26. 2.) sowie der Seniorenkarneval 14 Tage vorher sind ebenfalls abgesagt. „Für die Wittenfelder wird es womöglich kleine Ersatzveranstaltungen geben“, sagt Volker Barenbrügge, „aber da müssen wir die Zahlen Anfang Februar abwarten“, blickt der Nachbarschaftsvorsitzende voraus. Kein Thema sei in jedem Fall die Verschiebung des Karnevals auf Frühjahr oder Sommer.

KoKiKaTe in Lette hätte am 19. Februar zumindest gerne eine kleine Party statt eines großen Galaabends gefeiert. Doch auch diese Fete wurde nun abgesagt, wie Selina Remmert vom Orga-Team mitteilt. „An Altweiber wollten wir diesmal nicht nur die Kindergärten und Altenheime besuchen, sondern auch die alten Prinzenpaare“, sagt Remmert. Aber auch das könne nun nicht stattfinden. Das Prinzenpaar, Julia Dargel und Bernd Waltering, bleibt im Amt. „Wir konzentrieren uns nun aufs nächste Jahr“, so Remmert.

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