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Gemeinsames Theaterprojekt des Caritasverbandes für den Kreis Coesfeld e.V. und der Kreuzschule für Jugendliche

Sich der Pandemie humorvoll nähern

Coesfeld

Wie haben sich Begegnungen bei Jugendlichen durch die Pandemie verändert? Wie empfinden sie Nähe und Distanz in diesen Zeiten? Fragen, denen sich nun ein gemeinsames Theaterprojekt des Caritasverbandes für den Kreis Coesfeld e.V. und der Kreuzschule für Menschen von 12 bis 16 Jahren auf humorvolle Weise nähern möchte. „Wir sprechen über die Coronazeit und was die Jugendlichen gefühlt und erlebt haben. Daraus entwickeln wir ein Improvisations-Theaterstück. Es darf gesungen und getanzt werden“, so Theatermacherin Saskia Bell.

Im Rahmen des Theaterprojektes „Wir zusammen? Keine Probleme...“ für Menschen von 12 bis 16 Jahren kooperieren jetzt der Caritasverband für den Kreis Coesfeld e.V. und die Kreuzschule: (v.l.) Die Theatermacher Erpho und Saskia Bell, Majda Mchiche (Teamleiterin Fachdienst Integration und Migration, Caritas), Arne Espeter (Fachbereichsleiter Kinder, Jugend und Familie, Caritas), Vera Hell (Fachdienst Integration und Migration, Caritas) und Julia Behler (Schulsozialarbeiterin, Kreuzschule) freuen sich schon. Foto: Foto: jd

Das Projekt „Wir zusammen? Keine Probleme...“ findet in den Herbstferien vom 4. bis 8. Oktober statt, die Aufführung des Stückes ist am Samstag (8. 10.) um 15 Uhr in der Kreuzschule zu sehen. „Mitmachen kann jeder im entsprechenden Alter, Voraussetzungen braucht es keine. Nur die Lust Spielen zu wollen“, ergänzt Erpho Bell. Die Kooperation mit der Schule biete sich an. „Eine Aula ist dort ja Begegnungsort Nummer eins und auch Theater bedeutet Begegnung.“

Eine perfekte Kombination für das Projekt findet auch Arne Espeter vom Fachbereich Kinder, Jugend und Familie des Caritasverbandes. „Es ist ein guter Zeitpunkt in diesem aktuellen Spannungsfeld. Wir können und wollen wieder näher zusammen sein, aber man hat es teilweise auch schon verlernt. Und keiner weiß, wie Herbst und Winter werden. Es herrscht Unsicherheit bei den Schülern, deshalb ist das Projekt am Ort Schule genau richtig.“

Den Anstoß zum Projekt hat der Fachdienst Integration und Migration des Verbandes gegeben. „Wir haben gesehen, wie die Kinder und Jugendlichen in der Pandemie unter dem Spannungsfeld von Nähe und Distanz gelitten haben. Durch das Projekt möchten wir das Zusammensein wieder aktivieren“, sagt Teamleiterin Majda Mchiche. Möglich ist dies im Rahmen des Förderprogramms „Aufholen nach Corona“ der Katholischen Jugendsozialarbeit.

Täglich von 10 bis 16 Uhr spielen, probieren und improvisieren die Jugendlichen dann zu künstlerischen Fragen wie „Was wollt ihr jetzt unbedingt machen? Was macht das Leben lebenswert? Und was würdet ihr tun, wenn alles möglich wäre?“ Und eines steht für Theatermacher Erpho Bell schon fest: „In der Kreuzschule gibt es eine Ballustrade und somit spielen wir auf jeden Fall mindestens eine Balkonszene, den Klassiker in der Theaterszene.“ Schulsozialarbeiterin Julia Behler freut sich schon: „Dieses Projekt bietet Raum auszubrechen, laut zu sein und Emotionen zu zeigen.“

Weitere Infos gibt Vera Hell vom Fachdienst Integration und Migration vom Caritasverband für den Kreis Coesfeld e.V. unter Tel. 0171/3178906 oder via Mail unter hell@caritas-coesfeld.de. Dort sind auch die Anmeldungen bis zum 29. September möglich. Für die Verpflegung in den Pausen ist gesorgt, die Teilnahme ist kostenlos.

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