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Beim Stadtdialog viele Ideen zu Freizeitmöglichkeiten in Coesfeld auf den Tisch gebracht

Spielspaß in der City gewünscht

Coesfeld

Stadtrallyes, Kleinspielgeräte in der Fußgängerzone oder eine stundenweise Kinderbetreuung in der City, das sind nur drei von zahlreichen Ideen, die die Teilnehmer des dritten Stadtdialogs auf den Tisch gebracht haben.

Von Manuela Reher

Noch „besser verkauft“ werden könne der Schlosspark, um damit Besucher zum Einkaufsbummel in die Stadt zu lenken, meinte Ratsmitglied Markus Köchling (CDU) beim dritten Stadtdialog zum Thema Freizeitmöglichkeiten. Foto: Foto: Archiv

Ziel der Veranstaltung, zu dem Stadtmarketing, Citymanagement und Wirtschaftsförderung der Stadt alle Coesfelder eingeladen haben, ist es, sich regelmäßig innerhalb der gesamten Stadtgemeinschaft auszutauschen. Allen Teilnehmern ging es beim dritten Online-Treffen darum, die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt - vor allem auch für Kinder - zu verbessern.

Florian Klostermann, Vorsitzender des Stadtmarketing Vereins Coesfeld & Partner, schlug für die City eine Art Kinderland vor, wie es viele von Ikea kennen. Viele Eltern würden die Erfahrung machen, dass ein Stadtbummel mit dem Nachwuchs an der Hand anstrengend sei.

Wenn Kinder stundenweise betreut würden und auch noch Spielspaß erleben könnten, sei das eine gute Sache für alle Beteiligten. Klostermann verwies auch auf den Maxi-Turm und Maxi-Sand in Münster. Dort könne man sich Anregungen holen, meinte Stadtmarketing-Geschäftsführerin Stefanie Borgert. Vielleicht ließe sich eine solche besondere Kita, die freitags und samstags geöffnet haben könnte, in einem leerstehenden Ladenlokal verwirklichen, meinte Klostermann.

Ratsmitglied Markus Köchling (CDU) regte an, die gesamte Innenstadt so zu gestalten, dass die Besucher sie als Park wahrnehmen könnten. Seiner Meinung nach würden die Grünanlagen nicht ausreichend genutzt. Man könne die Besucher viel besser lenken, indem man ihnen in den Parks Naturerlebnisse biete. Das würde auch zur höheren Attraktivität von Coesfeld als Einkaufsstadt beitragen. Das Modell Grimpinger Hof für den Stadtpark könnte Begegnung mit Tieren ermöglichen. „Wir sollten Bildung, Freizeit und Kaufverhalten miteinander verbinden“, meinte Köchling. Der Schlosspark sei „zwar schön“, aber werde „nicht gut genug verkauft“.

Jens Wortmann vom Kreissportbund regte an, Stadtrallyes für Kinder ab acht Jahren zu veranstalten. Man könne mit QR-Codes arbeiten, Schulklassen zu „guten Verbündeten machen“ und auch das Jugendhaus Stellwerk einbinden.

Michael Banneyer (Stadtmarketing) schlug vor, mehr kleine Spieloasen in der City zu schaffen. Gerade für kleinere Kinder gebe es in der Fußgängerzone kaum Spielmöglichkeiten. Dieser Meinung schloss sich das ehemalige Ratsmitglied Wolfgang Kraska an. Stefanie Borgert meinte, dass dies relativ spontan umzusetzen sei, indem man zum Beispiel ein Hinkepinke-Spiel auf das Straßenpflaster sprühen könne. Man müsse beim Aufstellen von Spielgeräten allerdings darauf achten, dass diese nicht Stellmöglichkeiten für Marktstände oder Veranstaltungen einschränken. Fachbereichsleiter Ludger Schmitz warnte davor, überall „Wackeltierchen“ aufzustellen. In manchen Städten würden diese bereits wieder abgebaut, weil die Eltern ein Überangebot als störend empfinden und nicht mehr zum Einkaufen kommen. Jeder Einzelhändler oder Gastronom sei eingeladen, selbst kleine Spielecken zu schaffen, betonte Stefanie Borgert.

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