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Für Spanien-Urlauber ändert sich trotz Einstufung zum Risikogebiet kaum etwas

Stornierungswellen bleiben aus

Coesfeld

Sowohl die Reiseveranstalter als auch die Touristen bleiben entspannt. Trotz der Einstufung ganz Spaniens als Risikogebiet müssen Urlauber zurzeit kaum Einschränkungen befürchten. Daher bleiben Stornierungswellen aus, wie drei befragte Coesfelder Reisebüros unisono betonen. „Umbuchungen sind kein Thema“, sagt Lea Bähre vom Reisebüro Meimberg.

Von Florian Schütte

Einschränkungen müssen Spanien-Touristen derzeit trotz der Einstufung zum Risikogebiet noch nicht in Kauf nehmen, lediglich ein Einreiseformular muss vorher ausgefüllt werden. Foto:

„Natürlich fragen unsere Kunden schon mal nach, ob alles so bleibt und sie sich auf ihren Urlaub freuen können“, fügt Bähre hinzu. Stand jetzt könne sie ihre Kunden jedoch beruhigen – auch wenn die Inzidenz für ganz Spanien am Montag bei 221 lag. Da Deutschland aus spanischer Sicht nicht als Risikogebiet gilt, ist bei der Einreise lediglich ein Formular auszufüllen. Ein Negativ-Test ist aktuell zumindest bei Urlaub auf dem spanischen Festland nicht erforderlich. Bei der Rückkehr nach Deutschland muss dann ein Nachweis vorgelegt werden – geimpft, genesen oder getestet, um die Quarantäne zu vermeiden.

„Unsere Kunden treten ganz normal ihre Reise an“, bestätigt auch Christa Brokamp vom Reisebüro Schlagheck mit Blick auf die Tatsache, dass sich für die Kunden nichts ändert. Anders sehe dies zurzeit auf Zypern aus. Die Insel gilt als Virusvariantengebiet, sodass Urlauber dort auch Anspruch auf eine kostenlose Stornierung oder Umbuchung haben.

Das zeige auch, dass man die Lage in Spanien trotzdem im Auge behalten müsse, falls die Inzidenzen weiter steigen oder sich Virusvarianten in Spanien ausbreiten. „Wir haben ja bei Portugal gesehen, wie schnell sich das ändern kann“, gibt Daniel Jayatilaka von ABC-Touristik zu bedenken. Portugal war ebenfalls zum Virusvariantengebiet erklärt worden, die Reiseveranstalter mussten ihre Kunden zurückholen. Wenige Tage später wurde Portugal bereits wieder zurückgestuft. „Eine Stornierungswelle sehen wir aber nicht“, sagt Jayatilaka, denn viele Kunden hätten kurzfristig gebucht, wodurch ihnen die Zahlen und die Lage vor Ort bereits bekannt gewesen seien. „Klar muss man vielleicht bei einigen Dingen Abstriche machen wie zum Beispiel beim Animationsprogramm“, räumt der Reiseverkehrskaufmann ein. „Aber solange keine Beschränkungen gelten wie das Masketragen am Strand, sehen unsere Kunden dem Urlaub gelassen entgegen“, meint Jayatilaka. Wer bereits langfristiger gebucht habe, beispielsweise schon im Mai, habe oftmals auch ein „Flexpaket“ hinzugebucht, das – auch wenn es gesetzlich nicht vorgeschrieben ist – kostenlose Stornierungen oder Umbuchungen auf Wunsch der Kunden ermöglicht. Und noch einen Aspekt hat Daniel Jayatilaka bei seinen Frühbuchern beobachtet: „Man merkte schon, dass die Leute ihren Urlaub so gebucht hatten, dass sie zum Zeitpunkt der Reise möglichst vollständig geimpft waren.“

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