1. www.azonline.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Coesfeld
  6. >
  7. Summ, summ, summ

  8. >

Heute ist Welttag der Bienen – zu Besuch bei zwei Berufsimkern

Summ, summ, summ

Coesfeld. „Früher“, sagt Marc Seesing und schmunzelt, „gab es für mich zwei Jahreszeiten: Motorradfahren und nicht Motorradfahren.“ Und dann kamen die Bienen und mit ihnen eine ganz neue, andere Wahrnehmung von Frühling, Sommer, Herbst und Winter und ihren Einfluss auf die Tier- und Pflanzenwelt. „2012 habe ich die ersten Bienenvölker angeschafft, weil ich einen ökologischen Beitrag leisten wollte. Nur reden bringt nichts. Man muss auch etwas tun“, erzählt der Coesfelder, der inzwischen sein Hobby zum Beruf gemacht hat. Zusammen mit seiner Partnerin Birgit Conrad, ihrerseits seit einigen Jahren eine begeisterte Imkerin, hat er 2019 die Imkerei gesammelt.net an der Bischofsmühle 10 eröffnet.

Christine Tibroni

Marc Seesing und Birgit Conrad haben 2019 ihre Jobs als Unternehmensberater und Kunsthistorikern an den Nagel gehängt und ihr Hobby – das Imkern – zum Beruf gemacht. Ihre Imkerei gesammelt.net liegt bezeichnenderweise am Honigbach. Foto: Christine Tibroni

Ehrentag für fleißige Bienen

Den Weltbienentag gibt es noch nicht lange. Erstmals wurde er am 20. Mai 2018 gefeiert, nachdem er von Slowenien vorgeschlagen und Ende 2017 von den Vereinten Nationen angenommen worden war. Das Datum 20. Mai geht zurück auf den Pionier der modernen Imkerei, den Slowenen Anton Janscha, der am 20. Mai 1734 geboren wurde. Der Weltbienentag macht auf die Bedeutung der Bienen als Bestäuber für Biodiversität und Ernährungssicherheit aufmerksam. 75 Prozent der globalen Nahrungsmittelpflanzen sind von der Bestäubung insbesondere durch Bienen abhängig. Zunehmende Versiegelung, Monokulturen in der Landwirtschaft und Pestizide machen Honig- und Wildbienen das Leben schwer. Auf der anderen Seite gibt es zahlreiche Initiativen, Blütenvielfalt und Lebensraum für Bienen und andere Insekten zu schaffen. Dabei können auch kleine Maßnahmen helfen, etwa wenn man ungenutzten Rasen in eine artenreiche, heimische Wildblumenwiese verwandelt oder „wilde Ecken“ mit Totholzhaufen schafft. Imker Marc Seesing: „Wenn jeder seinen Teil beiträgt, ist schon viel getan.“

Startseite