1. www.azonline.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Coesfeld
  6. >
  7. Vielfalt jüdischen Lebens entdecken

  8. >

Projektangebot „Meet a Jew“ am Heriburg-Gymnasium

Vielfalt jüdischen Lebens entdecken

Coesfeld

Das aktuelle jüdische Leben durch in Deutschland lebende jüdische Menschen kennen lernen, das ist die Idee hinter dem Projektangebot „Meet a Jew“ am Heriburg-Gymnasium. Denn wer Jüdinnen und Juden schon mal persönlich getroffen hat, ist weniger anfällig für Stereotype und Vorurteile und weiß, dass es viel mehr Themen gibt, über die man miteinander in den Austausch kommt, als über Antisemitismus, die Shoah oder den Nahostkonflikt, so die Intention.

Mit der Jüdin Mascha (r.) haben sich die Schüler des Geschichte-Zusatzkurses der Q2 des Heriburg-Gymnasiums auch über ganz alltägliche Dinge unterhalten. Foto:

Die persönliche Begegnung zwischen Mascha (24) und Lisa (18) von Meet a Jew und dem Heriburger Geschichte-Zusatzkurs Q2 am erlaubte jetzt ganz individuelle Einblicke in die Vielfalt des jüdischen Lebens in Deutschland. Dabei stand eben nicht primär die Geschichte im Vordergrund, sondern der lebendige Alltag von Juden heute.

Durch Begegnungen und Gespräche wie dieses gelingt es, das oft abstrakte Bild von „den Juden“ in der Gesellschaft aufzubrechen und eine Vielzahl von authentischen jüdischen Gesichtern und Perspektiven kennenzulernen, heißt es im Pressebericht der Schule. „Ein persönlicher Austausch bewirkte hier, was hundert Bücher nicht leisten können“, ist Christine Uphues, stellvertretende Schulleiterin, überzeugt. Ziel war und ist es, miteinander, statt übereinander zu reden. Nach dem Treffen zeigten sich sowohl die Vertreterinnen von Meet a Jew als auch die beteiligten Schüler beeindruckt vom intensiven und sehr positiven Austausch. „Alle Erkenntnisse aus diesem tollen Gespräch werden in unsere Projektarbeit im Zusatzkurs Geschichte einfließen“, sagt Uphues.

Der Zusatzkurs der Q2 nimmt an dem Projekt „Jüdisch hier – mediale Spurensuche in Westfalen“ des LWL-Medienzentrums teil. Dabei entdecken die Coesfelder jüdisches Leben im eigenen Ort und dokumentieren die Ergebnisse in kreativen Medienprodukten. Bei der inhaltlichen Recherche werden sie von Partnern vor Ort, dem Stadtmuseum Das Tor und dem Stadtarchiv unterstützt. So erstellen die Schüler momentan Padlets (digitale Mindmaps und Zeitleisten), ein eBook und Interviews mit Historikern und der Bürgermeisterin zu jüdischem Leben gestern und heute in Coesfeld.

Startseite