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VHS investiert 145 000 Euro in moderne Raumausstattung

Vom Lern- zum Wohlfühlort

Coesfeld (ds). Es gibt nach einer Philosophie drei wichtige Orte im Leben: erstens da, wo man zu Hause ist; zweitens da, wo man arbeitet – und drittens da, wo man in seiner Freizeit gerne andere Menschen trifft. Die Volkshochschule Coesfeld will für noch mehr Menschen zu einem solchen „dritten Ort“ werden – ein Ort des gemeinsamen Lernens, Erlebens und Austauschs. Unter Corona-Bedingungen ist das natürlich kaum möglich. Aber nach Corona soll sich die Volkshochschule im WBK an der Osterwicker Straße vom nüchternen Lern- in einen solchen Wohlfühlort verwandeln. Der Vermieter des Gebäudes, die Ernsting’s Real Estate, plant eine Komplett-Renovierung des Gebäudes. 145 000 Euro wollen darüber hinaus die VHS-Träger-Kommunen Coesfeld, Billerbeck und Nottuln in die Hand nehmen. Ziel ist es, durch eine moderne Möblierung die Verweilqualität zu erhöhen. Dafür haben sich am Mittwoch einstimmig die Mitglieder des Weiterbildungsausschusses ausgesprochen.

Detlef Scherle

Das WBK an der Osterwicker Straße wird komplett renoviert. In diesem Zuge soll auch die Ausstattung moderner und gemütlicher werden. Foto: az

Wie Fachbereichsleiterin und VHS-Leiterin Mechtilde Boland-Theissen zuvor erläuterte, atme das Gebäude immer noch die Geschichte des früheren Wehr-Bezirks-Kommandos. Der Charakter des Büro-Gebäudes von einst sei immer noch prägend – das solle sich ändern. Die Türen bekommen im Rahmen des Umbaus durch den Vermieter Glaselemente. Dadurch wird das Leben dahinter sichtbarer. Ein neuer Teppichboden wird verlegt, die Lichtanlage erneuert. Um progressive pädagogische Konzepte umsetzen zu können, wollen die VHS-Trägerkommunen diese Maßnahmen noch ergänzen durch eine Ausstattung mit modernen Möbeln – ähnlich wie in der Stadtbücherei. Außerdem sollen im Rahmen des Umbaus geschaffene, neue Seminarräume mit digitalen Tafeln (Smartboards) ausgestattet werden. Dafür allein werden 10 000 Euro veranschlagt.

Die aktuelle Programmplanung ist laut Boland-Theissen schwierig: „Wir können das nur mit angezogener Handbremse tun“, erläuterte sie den Mitgliedern des Ausschusses die Auswirkungen des Lockdowns. In den Sternen steht auch, ob es danach kurzfristig gelingt, sofort wieder in die Vollen zu gehen. „Wir müssen die Teilnehmer für die Kurse erst mal wieder einfangen“, äußerte sich Gregor Gerigk von der Stadtverwaltung mit Blick auf die im Haushalt einzuplanenden Teilnehmerbeiträge vorsichtig.

Einig waren sich die Ausschussmitglieder, dass der Erprobungszeitraum für Angebote im Bereich der politischen Bildung wegen Corona verlängert werden soll. Bis 2024 sollen jährlich 5000 Euro für Kurse bereit gestellt werden, die helfen sollen, die Demokratie zu stärken. Damit die Hürde zum Mitmachen niedrig ist, sollen Teilnehmer keine Beiträge leisten müssen.

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