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Flüchtlings-Initiative lädt am 14. August zu einem großen bunten Fest in den Schlosspark ein

„Von Bratwurst bis Baklava“

Coesfeld

Es soll ein Fest werden, wie es Coesfeld noch nicht erlebt hat – mit Musik, Tanz und kulinarischen Spezialitäten aus aller Welt. „Am Internationalen Buffet wird es von Bratwurst bis Baklava alles geben“, kündigt Mitorganisator Norbert Lütkenhaus schmunzelnd an. Ziel sei es, Coesfelder und Coesfelder Neubürger zusammenzubringen, um sich kennenzulernen und Barrieren abzubauen. „Im Klang der Kulturen – Schlosspark international“ hat die Flüchtlings-Initiative (FI) die Veranstaltung überschrieben, die am Sonntag in einer Woche (14. August) von 11 bis 18 Uhr im Rahmen des „Berkel-Sommers“ stattfindet. Es lockt ein attraktives Programm auf zwei Bühnen. Der Eintritt ist frei.

Von Detlef Scherle

„Wir machen das mit den Fähnchen!“ Alles andere als gewöhnlich wird das große Fest, das die Flüchtlings-Initiative für den 14. August im Schlosspark organisiert. Es soll Migranten und Coesfelder zusammenbringen. Auf große Beteiligung hoffen (v. l.) Majda Mchiche, Annika Peters, Norbert Lütkenhaus, Mina Fares, Brigitte Jäger-Eggenhofer, Markus Eckrodt und Silke Eckrodt. Mit dabei: die Band Zentai (kleines Bild). Foto: Fotos: ds/Archiv

Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. „Wir konnten den Coesfelder Koch Benedikt Freiberger als Unterstützer für die kulinarischen Angebote gewinnen“, freut sich Brigitte Jäger-Eggenhofer. Die Besucher dürfen sich auf Spezialitäten aus dem Libanon, aus Syrien, Georgien, Senegal, Iran, Afghanistan, Irak, der Türkei, der Ukraine und aus Tadschikistan freuen. „Vor allem Fingerfood wird es sein. Für kleines Geld“, erklärt sie. Und woher kommt die Bratwurst? „Die Antoniner Schützenbruderschaft unterstützt uns mit einem Grillstand zugunsten ihres Jugendzeltlagers“, erklärt Markus Eckrodt. Für die Getränke sorgt das Cafe Central. Und die Caritas steuert ihr Cafemobil bei. Zudem soll bei den Podcastern Banny und Anna noch Herrencreme geordert werden.

Da die Religion in allen Kulturen eine große Rolle spielt, soll um 11 Uhr vor dem großen Schmausen und Feiern als Opener ein „Impuls der Weltreligionen“ stehen. Er wird vom Ökumenischen Arbeitskreis der evangelischen und katholischen Gemeinden in Zusammenarbeit mit der Flüchtlingsinitiative vorbereitet – auch ein Novum für Coesfeld.

Und danach ist dann den ganzen Tag über Programm. „Man kann einfach vorbeikommen und es sich gut gehen lassen“, erklärt Silke Eckrodt. Um 12.30 Uhr ist mit der 5000 Miles Band gleich der erste große Headliner am Start. Die Langenfelder Gruppe, deren Musiker aus dem Iran, aus Syrien, dem Irak und Deutschland kommen, präsentiert nahöstliche Folklore und Popmusik in westlichem Gewand.

Und danach jagt ein Höhepunkt den anderen: 13.30 Uhr Joyful Singers, 14.15 Uhr Tanzcentrum Coesfeld, 14.30 Uhr Internationale Jamsession mit einem Chor aus der Ukraine, 15 Uhr Tanzcentrum, 15.15 Uhr Internationale Jamsession mit Aras Morad (kurdische Saz), 15.40 Uhr Patou Madiata Band, 16.40 Uhr Internationale Jamsession und 17 Uhr Zentai Band. „Da ist für jeden etwas dabei“, so Markus Eckrodt. Die FI will mit dem „Klang der Kulturen“ an das kleine und feine „Multikulti“-Fest im vergangenen Jahr beim „Berkel-Sommer“ und auch an das Fest im Rahmen der „Woche der Toleranz“ an der Jakobi-Kirche in diesem Frühjahr anknüpfen.

Die Veranstalter würden sich freuen, wenn die Coesfelder und Neu-Coesfelder das Angebot annehmen. „Trotz aller Unterschiedlichkeit sind wir doch eins. Wir leben in einer Gesellschaft. Da ist es schön, mehr voneinander zu erfahren“, bringt es Majda Mchiche von der Caritas, die die FI-Aktion unterstützt, auf den Punkt.

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