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Bilanzsumme der Volksbank Nottuln eG fürs Geschäftsjahr 2020 erhöht sich um 8,4 Prozent

Wachstum trotz Pandemie

Lette

Das Jahr 2020 war trotz der Corona-Pandemie für die Volksbank Nottuln eG im Ergebnis ein erfolgreiches Jahr. Entsprechend zufrieden blickten Vorstandssprecher Martin Herding und seine Vorstandskollegen Martin Aldenhoff und Egbert Messing im Vorfeld der am 23. September stattfindenden Vertreterversammlung auf das abgelaufene Wirtschaftsjahr zurück. Ihr Fazit: „Wir sind mit den erwirtschafteten Bilanzzahlen zufrieden und haben unseren Wachstumstrend der letzten Jahre fortgesetzt.“

Die Vorstände der Volksbank Nottuln, (v.l.) Martin Herding (Vorstandssprecher), Egbert Messing und Martin Aldenhoff, hatten Grund, sich über gute Bilanzen zu freuen – und das sogar trotz Corona. Foto:

Dass sowohl die Zahlen als auch der Kurs der Volksbank Nottuln stimmen, wird beim Blick auf die Entwicklung der wesentlichen Bilanzpositionen deutlich. Das betreute Kundenvolumen erreichte mit rund 1,2 Milliarden Euro einen neuen Höchstwert. Die Bilanzsumme stieg in 2020 um 8,4 Prozent auf 551,4 Millionen Euro. „Diese Zahlen sind Ausdruck unserer engen Beziehungen zu unseren Mitgliedern und Kunden in der Region“, freuten sich die Vorstände.

Auf weiter hohem Niveau blieb die Kreditnachfrage. Die Kundenforderungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 Prozent auf 372,4 Millionen Euro. Im Privatkundengeschäft sorgte der anhaltende Immobilienboom besonders in den Baugebieten in Lette (Meddingheide II) und Buldern (Daruper Straße) für lebhafte Geschäfte. Auch die mittelständische Wirtschaft zeigte sich investitionsbereit. Für die drei Vorstände Ausdruck einer „robusten Konjunktur“ im Geschäftsgebiet.

Die durch Corona ausgelöste Problemlage einiger weniger Firmenkunden erforderte flexible Lösungen. Mit staatlichen Corona-Förderkrediten und dem Angebot einer Zins- beziehungsweise Tilgungsaussetzung bei Krediten haben die Experten der Volksbank in 2020 die heimischen Unternehmen bei der Abmilderung von wirtschaftlichen Engpässen unterstützt.

Stark engagiert war die Volksbank darüber hinaus im Fördermittelgeschäft. Insgesamt betrug das vermittelte Fördervolumen in Gewerbe, Landwirtschaft und Wohnungsbau 14,5 Millionen Euro. Auch in den Geschäftsfeldern Bausparen, Versicherungen und Wertpapierhandel war die Volksbank Nottuln erfolgreich. Positiv entwickelte sich 2020 insbesondere das Wertpapiergeschäft – getrieben sowohl durch Mittelzuflüsse als auch durch Kursgewinne infolge der positiven Kapitalmarktentwicklung. Das von der Volksbank für ihre Kunden bei genossenschaft-lichen Spezialinstituten betreute Verbundvolumen stieg um 6,4 Prozent auf 403,1 Millionen Euro.

Bei ihren bilanziellen Kundeneinlagen verzeichnete die Volksbank Nottuln ein Wachstum um überdurchschnittliche 10,4 Prozent auf 402,0 Millionen Euro. „Ursächlich für dieses überplanmäßige Wachstum war die fehlende Möglichkeit unserer Kunden, Geld im Lockdown auszugeben“, erläuterte Martin Aldenhoff. Insgesamt sollten Sparer mit einem längerfristigen Anlagehorizont auch auf ertragsstärkere Anlageformen wie Aktien und Fonds setzen, so der Tipp. Stichwort Corona: Auch angesichts der Pandemie zahlen immer mehr Menschen kontaktlos per Karte und nutzen ihre Bankgeschäfte über digitale Kanäle. Die Kundenfrequenz in den Filialen war weiter rückläufig.

Die Treue der 11 000 Mitglieder soll belohnt werden. Vorbehaltlich des Beschlusses der Vertreterversammlung plant die Bank die Ausschüttung einer Dividende von 4,0 Prozent. Dass der Bank das Wohlergehen der Region und des Gemeinwesens am Herzen liegt, zeigt das Spendenvolumen von insgesamt 70 000 Euro, das Vereinen und gemeinnützigen Einrichtungen für deren Projekte in 2020 zugutekam.

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