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Reiterferiencamp für diabeteskranke Kinder auf dem Hof Altrogge-Terbrack

Abschluss der Ferienwoche mit Prominenz

Darup

„Ich habe mich hier beim Reiten so toll verbessern können“, freute sich die 13-jährige Yara aus Gummersbach. Sie war eines der 22 Kinder, die eine Woche lang auf dem Hof Altrogge-Terbrack in Darup Reiterferien verbracht hat. Das Besondere am Reitercamp war, dass die Kinder allesamt Diabetiker sind. Solch eine chronische Krankheit stellt den Ablauf einer unbeschwerten Ferienwoche vor gänzlich andere Herausforderungen, wie Norbert Kuster, Vorsitzender der Deutschen Diabetes Hilfe (DDH), wusste.

Von Iris Bergmann

Abschlussfoto mit Prominenz: Die Mädchen und Jungen vom Reiterferiencamp für diabeteskranke Kinder samt ihrer Betreuerinnen und mit Moderator Harry Wijnvoord (links), Dressurreiterin Helen Langehanenberg (2. von links), die spontan auf dem Hof Altrogge-Terbrack in Darup zu Besuch kam, und Markus Terbrack (3. von links). Foto: Foto: Iris Bergmann

Die DDH hatte in Zusammenarbeit mit dem Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland e.V. (VDBD), der Innungskrankenkasse (IKK) und einigen Sponsoren zum ersten Mal ein Reiterferiencamp für diabeteskranke Kinder durchgeführt.

Die acht Jungen und 16 Mädchen aus ganz NRW waren nicht nur gastfreundlich und liebevoll von Familie Terbrack aufgenommen worden und erhielten professionellen Reitunterricht, sondern wurden zusätzlich rund um die Uhr von sechs Diabetesberaterinnen und einer Nachtschwester betreut. Es sei schon eine sehr große Verantwortung gewesen, gab Kuster zu. Aber: „Es hat alles prima geklappt“, freute er sich. Das Reitcamp konnte – dank der Sponsoren, der IKK und der Diabetes-Verbände – für die Kinder kostenlos angeboten werden, war Kuster stolz und hofft nun, dass dieses Camp im kommenden Jahr wieder stattfinden kann. „Und dann hoffentlich mit noch mehr Kindern“, wünschte er sich.

Die Mädchen und Jungen jedenfalls hatten bis zum letzten Tag großen Spaß und viel Freude am Umgang mit den Pferden und waren etwas aufgeregt, als am Freitag nach und nach die Eltern zur zünftigen Abschlussfeier auf dem Hof in Darup eintrafen. Norbert Kuster war es gelungen, den bekannten Fernsehmoderator Harry Wijnvoord, selbst Diabetiker, zu gewinnen. Der hatte richtig Spaß an der Aufgabe und erzählte frei weg, wie beim ihm seinerzeit die Diabetes festgestellt wurde. „Das war 2004, als ich vor der Serie „Dschungelcamp“ vom Vertrauensarzt untersucht werden musste“, erinnert er sich. Da wurde ein extrem hoher Blutzuckerwert gemessen. Seitdem hat er seinen Lebensstil der Krankheit angepasst. „Aber auf ein Stückchen Kuchen hier und da muss ich deshalb nicht verzichten“, gibt er augenzwinkernd zu. Die 22 Kinder hatten in der erlebnisreichen Ferienwoche auch auf nichts verzichten müssen.

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