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Skulptur „Zuneigung“ am Alten Hof Schoppmann errichtet

Liebesgeschichte in Bronze gegossen

Darup

Liebe und Zuneigung – wohl schon unzählige Male sind diese Themen in der Literatur, im Film oder auch in der Kunst dargestellt worden. Shakespeare schrieb darüber in Romeo und Julia, im Film „Titanic“ ging es um Rose und Jack. Mal mehr, mal weniger erdachte Liebesgeschichten. Im kleinen Nottulner Ortsteil Darup, auf dem Alten Hof Schoppmann, steht seit vergangenem Jahr eine Skulptur, die ebenfalls die Liebe zweier Menschen ausdrückt: „Zuneigung“ heißt sie und wer davor steht und sie sich anschaut, kann es förmlich spüren. Aber wer steckt dahinter? Warum diese Skulptur?

Von Iris Bergmann

Jannis (sitzend) hat sich mit seinem Freund Levin, seiner Zwillingsschwester Jette und seiner Mutter Vera Struwe die Skulptur auf dem Alten Hof Schoppmann mal genauer angeschaut. Auch Ursula (im Hintergrund) und Helmut Kerkeling sind von dem Kunstwerk begeistert. Foto: Foto: Iris Bergmann

Es ist die Daruperin Margot Krispin, geborene Fehmer. Sie stammt von einem Hof in Hastehausen. Sie lernte ihren Mann Reinhard Krispin kennen und 1983 heirateten die beiden mit einer Traumhochzeit in der romantischen Waldkapelle am Ende des Alten Postweges. Kurz darauf zog die Daruperin mit ihrer großen Liebe nach Senden, verlor jedoch niemals den Bezug zu ihrem Heimatdorf.

Im Jahre 2019 verstarb Reinhard Krispin und Margot wollte gern auch nach Außen die Verbundenheit von fast 40 Ehejahren darstellen. So hatte sie den Wunsch, in ihrem Heimatdorf, wo alles begann, ihrer Liebe eine Skulptur zu widmen. Das Quartett der Landpartie, Marion Tibroni, Barbara und Johann Bross und Axel Köhler, hatte für die Anfertigung niemand geringeren im Auge als den international anerkannten Bildhauer Prof. Bernd Altenstein. Auch dieser hat einen engen Bezug zu Darup, war er doch seinerzeit als Kriegsflüchtling mit seiner Mutter auf dem Hof König in Gladbeck aufgenommen worden und hat später dort häufiger die Sommerferien verbracht. Nach einer Skizze von Johann Bross fertigte der Bildhauer eine Gipsbüste, die einen Mann und eine Frau in inniger Umarmung zeigt, Wange an Wange. „Das ist es, was ich mir vorgestellt habe“, Margot Krispin hatte Tränen der Rührung in den Augen beim Anblick der Büste.

Nachdem die Gipsfigur fertig war, erfolgte der Bronzeguss. Und auch hier gibt es wieder einen direkten Bezug zu Darup: Die Kunstgießerei Schwab hat ihren Sitz zwar in Münster, aber Chef Josef Schwab war einst Küster und Organist in Darup, bevor er die Kunstgießerei zu seinem Beruf machte und den Betrieb in Münster gründete.

So sind drei Menschen mit engem Bezug zum kleinen Darup in Westfalen an einer Skulptur beteiligt, die das ausdrückt, was Schriftsteller und Filmemacher in der ganzen Welt in Romanen und Filmen darstellen: Liebe und Zuneigung.

 Anschauen und rätseln dürfen auch Sie, liebe Leserinnen und Leser. Unsere Frage zur Skulptur in Darup lautet folgendermaßen: Wie lautet der letzte Satz auf dem Bronzeschild an der Skulptur?

 In der nächsten Folge geht es in Coesfeld um Lebenskünstler.

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