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Antrag der CDU zum Helmuspark im Umweltausschuss einstimmig befürwortet

Wasserqualität dringend verbessern

Coesfeld

Seit geraumer Zeit schon befindet sich der Helmuspark hinter der Dülmener Straße in einem desolaten Zustand. „Wir hatten dazu auch schon mehrere Anfragen von Bürgern“, berichtete Markus Köchling (CDU) im Umweltausschuss. Weil diese Bürger und seine Fraktion dringenden Handlungsbedarf sehen, sollten zunächst finanzielle Mittel für eine Sanierung in den Haushalt 2022 eingestellt werden. Dies begrüßte die Verwaltung in der Sitzungsvorlage noch und sprach von einem „Bürgerprojekt Helmuspark“. Als Markus Köchling in der Sitzung dann jedoch auch die kurzfristige Umsetzung von Maßnahmen forderte, wollte Stadtbaurat Thomas Backes den Ball flachhalten.

Von Florian Schütte

Der Helmuspark ist allgemein in einem eher vernachlässigten Zustand. Die Teichanlagen müssten saniert werden und auch die Situation der Vögel soll sich verbessern. Doch finanzielle Mittel, um das ganz große Rad zu drehen, können erst für 2022 in den Haushalt eingestellt werden. Foto: Foto: jd

„Es gibt Dinge, die akut geklärt werden müssen“, spielte Köchling auf die Wasserqualität in der Teichanlage an. Das sah auch Barbara Sieverding (Grüne) so: „Die Vögel sind in einem traurigen Zustand.“ Doch sie knüpfte die Zustimmung an Bedingungen: So soll der Park unter anderem als außerschulischer Lernort aufgewertet werden und die Volieren sollen verschwinden. Zudem würde Sieverding gerne die Anlagen an der Bergallee in die Sanierungsmaßnahmen miteinbeziehen.

Dem wiederum stimmte auch Markus Köchling zu und forderte die Verwaltung zudem auf, eine Lösung mit Olaf Oehlert zu finden, der den Helmuspark und die Volieren betreut. „Die Tierhaltung ist zwar nicht die beste, aber es ist nicht so, dass die Tiere dort akut gequält werden“, gab Köchling seine Einschätzung als Tierpflegemeister. Dennoch müsse man die Situation im Auge behalten.

Priorität hätte die Sanierung der Teichanlagen. Doch hier schritt Thomas Backes ein: „Die Teiche kurzfristig entschlammen, das geht nicht. Wir können den Park in diesem Jahr nur in dem Umfang pflegen wie bisher. Für alles andere fehlt das Geld und es fehlt das Personal“, zeichnete Backes auf und forderte ein Konzept. „Ich sehe aber auch nicht, dass man noch ein Jahr so weitermachen kann“, hielt Köchling dagegen. „Sie können das ruhig beschließen, aber dann müssen wir Ihnen am Ende des Jahres sagen: Tut uns leid, war nicht umsetzbar“, konterte Backes. Wenigstens die Frischwasserzufuhr über den Sommer müsse laut Köchling jedoch verbessert werden. Diese Möglichkeit, so Fachbereichsleiter Uwe Dickmanns, bestehe. Ausschussvorsitzende Sarah Albertz (Grüne) forderte von der Verwaltung eine Aufstellung der Kosten ein, die sich aus der Pflege des Parks über das Jahr ergeben. Die CDU unterbreitete in Person von Markus Köchling schließlich den Beschlussvorschlag, dass die Verwaltung finanzielle Mittel für beide Parks (Helmuspark und Bergallee) in den Haushalt 2022 einstellt, die Wasserqualität der Teiche beaufsichtigt und zu einer Lösung mit dem Betreuer des Helmusparks kommt. Dem schlossen sich einstimmig alle Ausschussmitglieder an.

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