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45 Grundstücke im neuen Baugebiet im Süden der Stadt

Ab Oktober im Schultenrott bauen

Gescher

Die Mitarbeiter des Unternehmens Helming aus Wietmarschen in der Grafschaft Bentheim führen aktuell das Regiment im neuen Baugebiet Schultenrott. Die Erschließung für die Bebauung auf dem 3,6 Hektar großen Areal am südlichen Siedlungsrand Geschers zwischen Schultenrott, Waldweg und der Straße Zur Alten Vogelstange ist in vollem Gange.

Von Manuela Reher

Die Erschließung im neuen Baugebiet Schultenrott ist in vollem Gange. Christian Hübers (l., Kämmerer und Geschäftsführer der Grundstücksgesellschaft Gescher) , Bauleiter Dieter Weßling, Bürgermeisterin Anne Kortüm und Uwe Wißmann (r., Fachbereichsleiter und Geschäftsführer der Grundstücksgesellschaft Gescher) präsentieren vor Ort die Pläne. Foto: Foto: Manuela Reher

„Wenn das Wetter mitspielt, sind die Arbeiten Ende September abgeschlossen“, teilt Bauleiter Dieter Weßling von der Stadt Gescher mit. Die Bauwilligen könnten dann im Oktober mit ihrem Hausbau beginnen. Die Stadt Gescher wird zusammen mit dem städtischen Tochterunternehmen, der Grundstücksgesellschaft Gescher mbH, 45 Grundstücke bereitstellen. Darauf können Einfamilienhäuser, Doppel- und Mehrfamilienhäuser errichtet werden. Im Süden zum Waldweg hin können auch Mehrfamilienhäuser mit bis zu sechs Wohneinheiten entstehen.

Bis zum 5. Juli können konkrete Anfragen für eines der Grundstücke, die 400 bis 600 Quadratmeter groß sind, gestellt werden. Der Quadratmeterpreis beläuft sich auf 175 Euro inklusive Erschließung, wie Kämmerer Christian Hübers mitteilt. Die Grundstücke werden nach vorgebenen Vergabekriterien veräußert. Auch soziale Gescihtspunkte spielen dabei eine Rolle. Die Nachfrage nach den Grundstücken werde sicherlich groß sein, wie Fachbereichsleiter Uwe Wißmann sagt. Im Vergleich zu anderen Kommunen schneide Gescher bei den Grundstückspreisen gut ab.

Das Areal ist umsäumt von einem alten Baumbestand, der erhalten bleibt und somit dem Wohngebiet ein ganz besonderes Gepräge gebe, wie Uwe Wißmann betont. Vor allem die alten Eichen hätten viel Charme, wie Bürgermeisterin Anne Kortüm unterstreicht.

Erstmals war die Stadt Gescher mit dem Baugebiet Schultenrott den Weg gegangen, bisher noch nicht überplante Außenbereichsflächen in ein beschleunigtes Verfahren gemäß § 13b des Baugesetzbuches einzubeziehen, weil keine baureifen Grundstücke zur Verfügung gestanden hatten, um die sehr hohe Nachfrage nach Wohnbaugrundstücken zu befriedigen. Die Stadt investiert 750 000 Euro in das neue Baugebiet, wie Hübers mitteilt.

Das neue Gebiet wird über die Straße Schultenrott an zwei Stellen mit einer Ringstraße in U-Form erschlossen. Für diese Straße werde später noch ein Name festgelegt, sagte Wißmann.

Das geplante Regenrückhaltebecken dient dazu, das Niederschlagswasser zurückzuhalten und bietet außerdem Raum für eine Begrünung sowie einen Teillebensraum für Insekten und Kleinlebewesen. Das am östlichen Rande des Baugebiets verlaufende Gewässer mit der Nummer 105 werde ökologisch aufgewertet, teilte Uwe Wißmann mit.

Aktuell werden auf dem Gelände die Schmutzwasser- und Regenwasserkanäle, die parallel verlaufen, verlegt. Für das Schmutzwasser werden Kunststoffrohre mit einem Durchmesser von 200 Millimetern genutzt. Für das Regenwasser werden Betonrohre mit einem Durchmesser von 300 bis 900 Millimetern verwendet. Diese Größen würden mit Sicherheit für alle zu erwartenden Regenereignisse ausreichen, wie Dieter Weßling betont.

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