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Gesamtschule und Grundschulen sind auf regulären Präzenzunterricht ab Montag gut vorbereitet

Abschlussfeiern noch nicht geregelt

Gescher. Die Gescheraner Schulleitungen atmen auf. Endlich startet am kommenden Montag wieder ein halbwegs normaler Schulalltag. Alle Schüler werden regelmäßig an jedem Schultag unterrichtet. Seit März 2020 mussten die Schulen samt Schülern, Lehrern und Eltern mit einer ganzen Reihe von Herausforderungen kämpfen: Distanzunterricht, Präsenzunterricht, Wechselunterricht und dazu ständig neue Regelungen, die oft kurzfristig über das Ministerium an die Schulen weitergeleitet wurden.

Manuela Reher

Bernhard Manemann-Kallabis, Leiter der Gesamtschule Gescher, freut sich darauf, dass am Montag wieder Leben in die verwaisten Klassenräume einkehrt. Denn dann beginnt der reguläre Präsenzunterricht. Foto: Archiv

„Wir freuen uns, dass ab Montag wieder alle Schüler gleichzeitig in die Schule zurückkehren und der reguläre Präsenzunterricht beginnt. Wir sind darauf gut vorbereitet“, sagt Bernhard Manemann-Kallabis, Leiter der Gesamtschule Gescher. „Wir haben ein klares Konzept für die Hygiene- und Verhaltensregeln“, fügt er hinzu. Das habe sich in den vergangenen Monaten „gut eingespielt“. Die Schüler tragen Corona-Schutzmasken auch während des Unterrichts.

Alle, Schüler und Lehrer, werden zwei Mal in der Woche auf eine mögliche Infektion mit dem Corona-Virus getestet. Falls ein Test positiv ausfalle, gebe es klare Abläufe. Das sei wichtig, um Sicherheit und Routine zu haben, betont der Schulleiter. Ein Großteil des Lehrerkollegiums sei inzwischen bereits einmal durchgeimpft worden.

„Wir müssen aber auch darüber nachdenken, wie die Kinder und Jugendlichen in dieser Hinsicht geschützt werden können“, betont Manemann-Kallabis mit Blick darauf, dass auch die Schüler für eine Impfung in den Blick genommen werden sollten. Der Schulleiter zeigt sich zuversichtlich, dass die Konzepte in der noch bestehenden Corona-Pandemie erfolgreich greifen.

Als große Herausforderung betrachtet Bernhard Manemann-Kallabis, bis zu den Sommerferien wieder ein soziales Miteinander herzustellen. Schließlich seien die Schulklassen im Rahmen des Wechselunterrichts in der jüngsten Vergangenheit nie in voller Klassenstärke zum Unterricht erschienen. Man müsse lernen, wieder zusammenzuwachsen.

Mit Blick auf die Abschlussfeier der zehnten Jahrgänge gebe es mit dem 19. Juni zwar bereits einen Termin, aber noch keine gesicherte Planung. Man habe bewusst einen Samstag ausgewählt, damit dann nur die Absolventen in der Schule sind. „Wir planen einen Stationslauf in der gesamten Schule, um die 120 Schüler in vier Klassen in angemessener Weise zu verabschieden. Das wird bestimmt eine spannende Sache“, sagt Manemann-Kallabis. Allerdings warte er noch auf konkrete Vorgaben des Schulministeriums im Hinblick auf den Coronaschutz.

Auf eine rechtzeitige Nachricht aus Düsseldorf hoffen auch Birgit Knauer, Leiterin des Grundschulverbunds Pankratiusschule/ Schule auf dem Hochmoor, und Petra Roters, Leiterin der Von-Galen-Schule. Normalerweise werden die Viertklässler in einem größeren Rahmen verabschiedet.

Ob in diesem Jahr nur ein Gottesdienst mit anschließendem Segen möglich oder vielleicht auch eine kleine Feier denkbar sei, werde sich noch zeigen, kommentiert Birgit Knauer. Jetzt freue sie sich gemeinsam mit dem Kollegium und den Schülern und deren Eltern darauf, dass der gewohnte Schulalltag wieder einkehrt.

Auch die offene Ganztagsgrundschule und die Betreuung über Mittag werden wieder regulär angeboten. Allerdings gehören zum Schulalltag weiterhin das Tragen der Masken und die Lolli-Tests, spezielle Corona-Tests für Kinder.

Noch sei nicht bekannt, in welchem Rhythmus die Schüler getestet werden sollen. Auch in diesem Punkt warten Birgit Knauer und ihre Kollegin Petra Roters noch auf eine Mitteilung des Landes NRW.

Petra Roters teilt mit, dass die Von-Galen-Schule weiterhin an dem in der Corona-Pandemie bewährten Pausenkonzept festhalten werde. Wenn die Klassen zeitversetzt in die Pausen gehen würden, habe es den großen Vorteil, dass kleine Streitigkeiten auf dem Schulhof vermindert würden, wenn es zum Beispiel um die Nutzung der Spielgeräte gehe. Ohne Corona hätte man solche Erfahrungen nicht machen können. Insofern hätten alle etwas dazugelernt, so Petra Roters. Für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern sei sie sehr dankbar.

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