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CDU beantragt Überarbeitung des Verkehrsführungskonzeptes von 2013

„Belastung wird deutlich steigen“

Gescher

Die CDU-Ratsfraktion sieht Handlungsbedarf bei der Lenkung der Verkehrsströme in Gescher. Sie beantragt eine Aktualisierung des bestehenden Verkehrsführungskonzeptes.

Bauvorhaben und die Entwicklung der Wohn- und Gewerbegebiete im südlichen Stadtgebiet führen zu veränderten Verkehrsströmen. Die CDU fordert deshalb ein aktualisiertes Verkehrsführungskonzept. Foto:

In der Antragsbegründung verweisen die Christdemokraten darauf, dass das jetzige Verkehrsführungskonzept aus dem Jahr 2013 stammt. Es stelle ein Zonenmodell von Ringen um den Stadtkern mit unterschiedlicher Regelgeschwindigkeit in den Mittelpunkt. Die Fokussierung auf den Aspekt Geschwindigkeit sei jedoch nicht ausreichend, so die Antragsteller, um den heutigen Herausforderungen in der Stadtentwicklung gerecht zu werden. „Wir sehen daher die zwingende Notwendigkeit, das bestehende Verkehrsführungskonzept zu aktualisieren und zusätzlich auf Hochmoor zu erweitern“, heißt es im jüngsten CDU-Antrag.

Durch die in den letzten Jahren neu entstandenen Bau- und Gewerbegebiete, den Neubau von Kindergärten, die Ansiedlung von großen Einzelhändlern wie Edeka-Center und K + K und das generell höhere Verkehrsaufkommen hätten sich die Bedingungen verändert. Sicheres An- und Abfahren mit Kurzzeitparken sei ebenso gefragt wie ausreichende Parkmöglichkeiten, fahrradfreundliche Straßen und effiziente Verkehrsflüsse für Pendler und den ein- und ausfahrenden Personen- und Lkw-Verkehr.

Infolge der Gewerbe- und Wohngebietsentwicklung übernähmen besonders im südlichen Teil von Gescher die stadtauswärts führenden Straßen „eine wichtige Haupterschließungsfunktion für Ziel- und Quellverkehre aus den bestehenden und zukünftigen Wohngebieten, aber auch als schnelle Verknüpfung an die K 44n/Schildarpstraße mit Anbindung an die B 525“. Die Verkehrsbelastung, sowohl durch motorisierte Verkehrsteilnehmer als auch durch den Radverkehr, werde deutlich zunehmen.

Durch die bereits überwiegend als Wohnstraßen ausgebauten Straßen „Zur Alten Vogelstange“ und „Alte Feldmark“ sei zu erwarten, dass dem „Venneweg“ und der Straße „Schultenrott“ neben der Funktion als Anliegerstraße mit Sammelfunktion auch eine besondere Zubringerfunktion zukomme. Dies habe unmittelbare Auswirkungen auf den Ausbaustandard und sei daher schon jetzt bei allen Überlegungen zu berücksichtigen, heißt es im Antrag der CDU. Die Profilbreiten dürften für die Leistungsfähigkeit und spätere Verkehrssicherheit von größter Bedeutung sein. Aus diesem Grund müsse auch die Verkehrslast für das südliche Stadtgebiet mit einem überarbeiteten Verkehrsführungskonzept gesteuert werden. Letzteres auch, um zu verhindern, dass die Straße „Schultenrott“ künftig die Hauptlast des Verkehrs alleine tragen müsse.

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