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Freibad-Team erwartet großen Ansturm am Wochenende

Bisher 35 000 Badegäste gezählt

Gescher

Die Sonne strahlt vom Himmel und sorgt für Lufttemperaturen von mehr als 30 Grad. Auch wenn seit Beginn des neuen Schuljahres die Kinder und Jugendlichen erst nachmittags ins Freibad strömen, hat das Bad-Team alle Hände voll zu tun. Denn bei Hochbetrieb ist natürlich äußerste Vorsicht geboten.

Mit einem Sprung ins erfrischende Nass im Freibad Gescher lassen sich Temperaturen von 30 Grad und mehr viel besser aushalten. Das finden nicht nur diese Jungs. Bis zum Spätnachmittag tummeln sich an einem Wochentag in der städtischen Einrichtung zurzeit bis zu 700 Badegäste. Am morgigen Sonntag wird der größte Ansturm erwartet. Foto: Foto: Kortbus

Seit Saisonbeginn am 26. Mai sind etwa 35 000 Badegäste gezählt worden. „Wir dürfen diese Zahl auf keinen Fall mit den Zahlen in den Corona-Jahren 2020 und 2021 vergleichen“, erläutert Schwimmmeister Klaus Brüninghoff. Denn diese Jahre seien verständlicherweise – wegen der Einschränkungen durch die Pandemie – kein Maßstab.

Also blickt man auf das Jahr 2019, als Anfang August 42 000 Besucher gezählt wurden. Diese Zahl schnellte bis Ende August 2019 auf 57 000 in die Höhe. „Damals hatten wir eine Schön-Wetter-Phase“, berichtet Klaus Brüninghoff. Am Ende der Saison 2019 wurden mehr als 60 000 Badegäste verzeichnet. Die Rekordsaison war 2018 mit rund 77 000 Badegästen.

Der Spitzenwert in der Saison 2022 ist bisher am 19. Juli erreicht worden. An diesem Tag wurden 1334 Badegäste gezählt. Am 3. August kamen immerhin 1244 Besucher ins Freibad Gescher, um sich dort zu erfrischen. Klaus Brüninghoff ist gespannt, ob diese Werte in den kommenden Tagen, in denen die Temperaturen noch weiter klettern sollen, überschritten werden.

Und je wärmer die Lufttemperatur, desto mehr wärmt sich das Wasser auf. Aktuell können sich die Nichtschwimmer im 27,5 Grad warmen Wasser tummeln. Im Schwimmerbereich wird immerhin eine Temperatur von 25 Grad erreicht.

Das lässt vergessen, dass es im Mai und Juni Tage gegeben hat, in denen nur wenige Gäste den Weg ins Freibad fanden. Am 30. Mai wurden bei 17 Grad und Regen nur 78 Besucher begrüßt. „Allerdings war das ein Montag, an dem wir nur nachmittags geöffnet haben“, fügt Brüninghoff hinzu. Am 13. Juni gab es nur 128 Besucher. Alles ist digital genau dokumentiert. Nicht nur die Besucherzahlen, sondern auch Daten über das Wetter am jeweiligen Tag sind in den Aufzeichnungen zu finden.

Besonders gut angekommen sei bei den Badegästen das neue Angebot, sich eine Liege gegen eine Pfandgebühr von zwei Euro auszuleihen. Acht solcher Liegen wurden bisher angeschafft, um die Neuerung zunächst einmal zu testen. Seit Mitte Juli gibt es das Angebot. Klaus Brüninghoff könnte sich gut vorstellen, dass die Zahl der Liegen angesichts der großen Nachfrage in der kommenden Saison erhöht wird.

Das geplante Sonnensegel über dem Babybecken lässt wegen eines Lieferengpasses noch auf sich warten. Der Schwimmmeister geht aber fest davon aus, dass der Sonnenschutz noch in diesem Jahr installiert wird.

Bis zum Ende der Saison, das wie immer wetterabhängig ist, dürfte sich im Hinblick auf die Besucherzahlen noch einiges tun, wie Brüninghoff kommentiert. Allerdings werde man wohl nicht an die Zahlen vor der Corona-Pandemie herangekommen. „Nach wie vor stellen wir eine gewisse Zurückhaltung fest“, sagt der Schwimmmeister. Vielleicht liege das auch daran, dass sich in den Zeiten der Corona-Beschränkungen viele Menschen einen Privat-Pool zugelegt hätten.

Die Schwimmmeister Hermann Berlemann, Klaus Brüninghoff und ihre Kollegin Jacqueline Kresse sowie zwei weitere Rettungsschwimmer sind auf den Ansturm gerade an den kommenden Tagen gut vorbereitet. Aktuell sei das komplette Team einsatzbereit. Das sah zu Beginn der Saison anders aus, als das Freibad wegen eines durch Krankheit bedingten Personalengpasses an mehreren Tagen komplett geschlossen werden musste.

Es werde für alle Bäder immer schwieriger, Fachpersonal zu finden, kommentiert Klaus Brüninghoff. Auch müsse man noch abwarten, was die Gaskrise nach sich ziehe.

Doch aktuell sei das noch kein Thema. Schließlich möchte man den Badegästen einen erfrischenden, sicheren und unbeschwerten Aufenthalt im Freibad Gescher bieten.

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