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Nächste Woche startet die Bürgerbeteiligung zu Straßen im Außenbereich

Den Weg ebnen für ein rundes Konzept

Gescher

Intuitiv bedienbar soll das Tool sein, mit dem ab nächstem Montag (26. 9.) alle Bürger ihre Meinung und Anregungen zum Wirtschaftswegekonzept einbringen können. Einstimmig hat der Ausschuss für Infrastruktur, Landwirtschaft und Umwelt (ILU) in seiner jüngsten Sitzung dieses weitere Vorgehen beschlossen.

Wirtschaftswege im Soll-Zustand in Gescher.

Wie berichtet, ist die Bürgerbeteiligung ein notwendiger Schritt, um zu einem anerkannten Wirtschaftswegekonzept zu gelangen, für das bei der Bezirksregierung Fördermittel aus dem Leader-Programm abgeschöpft werden können. Oberstes Ziel dabei: Das Konzept soll bedarfsgerecht und gleichzeitig finanzierbar sein, wie Eduard Schwarz vom Planungsbüro Ge-Komm in der Sitzung des ILU-Ausschusses erläuterte.

„Viele Wege stammen aus den 50er-, 60er- und 70er-Jahren und sind deutlich in die Jahre gekommen, sodass Sie sich fragen müssen, wo noch investiert werden soll“, erklärte Schwarz. Das Konzept soll den Fokus auf Multifunktionalität legen und beispielsweise zeigen, wo die einzelnen Nutzergruppen wie zum Beispiel Radfahrer oder auch Landwirte mit ihren Traktoren hauptsächlich unterwegs sind, führte der Abteilungsleiter weiter aus. Dabei werden nicht nur öffentliche, sondern auch Privatwege in den Fokus genommen.

Auch die Nutzungshäufigkeit – von häufig über gelegentlich bis selten – spielt bei der Bewertung und der weiteren Entscheidung über Sanierung, Umbau oder sogar Rückbau eine Rolle.

Die Kategorien von A bis I, in die die Wege eingeteilt werden, sind vom Land vorgegeben und weitestgehend hierarchisch angeordnet. So steht Kategorie C beispielsweise für „Kernwege zur Haupterschließung“, während Kategorie H das Label „entbehrlich“ trägt.

„Wir haben in anderen Städten mit der Bürgerbeteiligung sehr gute Erfahrungen gemacht“, berichtete Schwarz. Denn „volle Transparenz“ sorge in der Regel auch für „volle Akzeptanz“.

In dem Online-Tool, das unter www.wirtschaftswegekonzept.de aufrufbar ist, kann auch der Unterschied zwischen dem Ist- und dem geplanten Soll-Zustand leicht dargestellt werden, wie Schwarz auf eine Nachfrage von Daniel Bierut (FDP) demonstrierte. Einzige Hürde: Die Bürger müssen sich einmalig registrieren.

Stephan Pier (Grüne) regte noch an, der Bürgerbeteiligung eine Auftaktveranstaltung in Präsenz oder als Präsenz-Online-Hybrid-Veranstaltung vorzuschalten. Diese Idee wurde dann jedoch wieder verworfen, weil man es den Bürgern letztlich ja doch nicht abnehmen könne, sich mit der Online-Plattform auseinanderzusetzen, wie Uwe Wißmann (Stadt) zu bedenken gab. „Wir können jedoch bei Bedarf Einzel- oder Gruppenberatungen anbieten“, fügte der Fachbereichsleiter hinzu. Auf Anregung von Stephanie Pohl (CDU) soll die Bürgerbeteiligung auch auf der Homepage der Stadt Gescher verlinkt werden.

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