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Gastwirte dürfen ihre Gäste wieder in Innenräumen empfangen

„Ein unbeschreibliches Gefühl“

Gescher

Endlich wieder im Gastraum eines Lokals Platz nehmen durften die Gescheraner am vergangenen Wochenende erstmals seit sieben Monaten. Das sei nicht nur für die Gäste, sondern auch für die Gastwirte ein „unbeschreibliches Gefühl“, schwärmt Saranda Zenuni vom Ristorante Gallo. Dort stand in den vergangenen Monaten alles komplett still. Nicht einmal die Küche wurde genutzt, um einen Abholservice anzubieten.

Von Manuela Reher

Endlich wieder gemütlich im Lokal speisen – wie hier damals im Ristorante Gallo – ist seit dem Wochenende in Gescher möglich. Manche Gäste haben lange auf diesen Moment gewartet. Foto: Foto: Archiv

Seit vergangenen Freitag gibt es auch für die Gastronomie im kompletten Kreisgebiet weitere Lockerungen bei den Corona-Beschränkungen. Die Außengastronomie darf ohne Corona-Test genutzt werden. Für die Innengastronomie ist es erforderlich, dass der Gast ein negatives Ergebnis eines Corona-Tests, der nicht länger als 48 Stunden zurückliegt, vorweisen kann. Alternativ kann der Gast seinen Impfpass oder einen Nachweis über eine Genesung von Covid-19 vorzeigen.

„All das nehmen wir gerne in Kauf, wenn nur die Gäste wieder einkehren“, sagt Saranda Zenuni. Die Gäste selbst würden sehr viel Verständnis dafür aufbringen.

Michael Kösters vom Hotel Tenbrock hat in den vergangenen Monaten viel investiert, um seinen Gästen größtmögliche Sicherheit zu bieten, wie er sagt. So habe er Luftreiniger und Handtuchtrockner mit Filter angeschafft. Auch den Außenbereich hat er erweitert. Jetzt habe er in der „Anlaufphase“ jede Menge zu tun. Sieben Monate sei kein Bier durch die Leitungen geflossen. Das bedeute jetzt einen erhöhten Reinigungsaufwand. Das Personal müsse er aus der Kurzarbeit zurückholen. Private Gäste dürfe er endlich wieder ohne Kapazitätsbegrenzung in seinem Hotel empfangen.

Gastwirt Hubertus Grimmelt (Hotel zur Krone) freut sich, dass der Betrieb endlich wieder beginnt. Das sei vor allem auch für größere Gesellschaften ein Licht am Horizont. „Wir haben noch einen Schwung an Hochzeiten in der Warteschleife“, sagt er. Das Restaurant werde er vorerst nur mittwochs bis samstags öffnen. Die Corona-Teststation bleibe weiterhin im Festsaal geöffnet. Grimmelt hofft darauf, dass demnächst weitere Lockerungen bei den Corona-Schutzbestimmungen greifen. Ab einem stabilen Inzidenzwert von unter 35 wären weitere zahlreiche Öffnungsschritte möglich, hat der Kreis Borken erst vor wenigen Tagen mitgeteilt.

Auch Gastwirt Stefan Wübbeling (Haus Wübbeling in Hochmoor) wünscht sich, dass bald wieder große Gesellschaften gemeinsam feiern dürfen. „Aktuell sind nur reine Essensveranstaltungen ohne Musik und Tanz möglich“, kommentiert er. Erste Anfragen und Reservierungen für kleinere Gruppen habe er bereits vorliegen. Vor allem auch die Kegelklubs und Vereine könnten sich endlich wieder treffen. Während der Öffnungszeiten der Gastronomie gebe es keinen Teststation-Betrieb im Festsaal. „Das würde die Gäste stören“, sagt Wübbeling.

Skender Hadraj (Pizzeria Ciao Ciao) zeigt sich glücklich, dass er seine Gäste wieder empfangen darf. Für sein Personal habe er bereits Corona-Schutzimpfungen beantragt. Er hofft auch auf schönes Wetter, damit die Gäste unbeschwert und unkompliziert den Aufenthalt in der Außengastronomie genießen können.

Klaus Döring vom Lokal „Zur Kanne“ hat alle Hände voll zu tun, um die Vorbereitungen für den Neustart nach der sieben Monate langen Corona-Zwangspause zu treffen.

Saranda Zenuni zeigt sich zuversichtlich, dass nach der Wiederöffnung ihres gastronomischen Betriebs wieder Alltagsroutine einkehrt. Sie kommentiert: „Wir haben sieben Monate durchgehalten. Jetzt heißt es, die Nerven zu behalten.“ Und sie werde mit ihrem Team alles geben, um den Gästen wieder einen schönen Aufenthalt in ihrem Ristorante Gallo zu ermöglichen.

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