1. www.azonline.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Gescher
  6. >
  7. Eine Frau muss ins Krankenhaus

  8. >

Großeinsatz für die Feuerwehr am Mehrfamilienhaus Amselweg – Küche in Vollbrand

Eine Frau muss ins Krankenhaus

Gescher (ffg). Die Erstmeldung lautet „Wohnungsbrand“, wenig später wurde die Alarmierung auf „Menschenleben in Gefahr“ erhöht: Die Feuerwehr Gescher rückte am Samstagnachmittag zu einem Mehrfamilienhaus am Amselweg aus, wo eine Küche in Vollbrand stand. Die Bewohnerin wurde verletzt, konnte die Wohnung aber rechtzeitig verlassen und wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Allgemeine Zeitung

Bei der Brandbekämpfung am Mehrfamilienhaus Amselweg setzte die Feuerwehr auch ihren Teleskopmast ein. Parallel löschte ein Trupp unter Atemschutz die Flammen in der betroffenen Küche. Fotos: FFG Foto: az

Um 16.37 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Als die ersten Rettungskräfte am Einsatzort eintrafen, war die Lage zunächst unübersichtlich, so Stadtbrandinspektor Christian Nolte. Die Bewohnerin der Brandwohnung befand sich zu diesem Zeitpunkt zwar außerhalb des Gebäudes, jedoch war unklar, wo sich mehrere Personen aus anderen Wohnungen in diesem „Hochhaus“ aufhielten. Es hieß zunächst, dass diese sich noch in ihren Wohnungen befinden könnten. Deshalb erfolgte sofort Vollalarm für die gesamte Feuerwehr Gescher mit dem Stichwort „Menschenleben in Gefahr“.

In der betroffenen Wohnung stand die Küche nach Angaben der Feuerwehr in Vollbrand. Ein Trupp unter Atemschutz ging sofort zur Brandbekämpfung vor. Parallel wurden weitere Kräfte über den Teleskopmast eingesetzt. Zudem wurden alle Personen aus dem Wohnkomplex ins Freie geführt und an einem Sammelplatz registriert. Insgesamt waren es 28 Personen, darunter auch einige Kleinkinder, die aus den Wohnungen ins Freie geleitet wurden. Zusätzlich betreuten Feuerwehr, Rettungsdienst und DRK-Ortsverein draußen weitere Bewohner des Nachbarkomplexes. Die Frau aus der Brandwohnung musste zur weiteren Behandlung mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Weitere Personen wurden laut Einsatzbericht nicht verletzt, mussten jedoch teilweise während ihres Aufenthaltes im Freien mit Decken versorgt werden, heißt es.

Nach den Löschmaßnahmen sorgten die Feuerwehrleute mit einem Hochleistungslüfter dafür, dass die Wohnungen entraucht wurden. Außerdem wurden die Wohnungen mit einem CO-Messgerät kontrolliert, bevor sie wieder freigegeben wurden. Danach konnten – mit Ausnahme der Brandwohnung – alle Wohnungen wieder genutzt werden. Zur Ursache des Feuers und zur Höhe des entstandenen Sachschaden liegen zurzeit noch keine Angaben vor.

Startseite