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Stromnetzgesellschaft Gescher investiert 600 000 Euro in den Netzausbau

Erdkabel transportiert „grüne“ Energie

Gescher

Im Auftrag der Stromnetzgesellschaft Gescher verstärkt der Verteilnetzbetreiber Westnetz das Stromnetz in der Glockenstadt. Zwischen dem Gewerbegebiet am Schüringsweg und der Umspannanlage an der Fabrikstraße wird das Stromnetz um eine neue 10 000-Volt-Mittelspannungsleitung erweitert. Die Leitungsstrecke hat eine Länge von rund 2,2 Kilometern, teilt Westnetz mit.

Querschnitt durch ein Erdkabelsystem, wie es jetzt in Gescher gelegt wird.

Die notwendigen Tiefbauarbeiten haben bereits begonnen. Auf circa 80 Prozent der Strecke erfolgt die Legung der Rohre und Kabel im Spülbohrverfahren, bei dem ein vollumfängliches Aufgraben der Oberflächen und Straßen nicht notwendig ist. Dennoch sind kurze Verkehrsbehinderungen auf einigen Bauabschnitten unumgänglich. Die Bauarbeiten im Bereich Schüringsweg und Boschstraße sind bereits angelaufen. Voraussichtlich ab dem 8. August verlaufen die Arbeiten entlang des Alten Postwegs bis zur Fabrikstraße. Dort kann es zeitweise zu verkehrstechnischen Einschränkungen kommen, heißt es. Westnetz bittet dafür um Verständnis. Planmäßig sollen die Arbeiten bis Mitte September abgeschlossen sein.

Mit der neuen Verbindung wird das Unternehmen dem regionalen Zubau von Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energie gerecht. „Grund der Maßnahme zur Verstärkung des Netzes ist der Anschluss von weiteren geplanten und im Bau befindlichen Photovoltaik-Anlagen im Süden der Stadt. Über das neue Erdkabel wird die erzeugte grüne Energie in das öffentliche Stromnetz von Gescher transportiert“, erklärt Westnetz-Projektleiter Tobias Klare. „Mit der Kabellegung bilden wir einen wichtigen Baustein, um die Energiewende in Gescher voranzutreiben und das Netz zukunftsfähig zu machen.“

Die Stromnetzgesellschaft Gescher investiert rund 600 000 Euro in diese Netzverstärkung und damit in die Versorgungssicherheit in der Region. Westnetz übernimmt die Planung und den Betrieb der Leitung. Die derzeitigen Arbeiten führt das in Bielefeld ansässige Leitungsbauunternehmen RTS Rohrnetz-Technik Schaumburg aus. Geplant wurde die neue Versorgungsleitung am Westnetz-Betriebsstandort in Billerbeck, der zum Gebiet des Westnetz-Regionalzentrums in Münster gehört.

Das gesamte Regionalzentrum Münster ist verantwortlich für Planung und Errichtung, Betrieb und Instandhaltung von Strom-, Gas-, Wasser- und Breitbandnetzen in vielen Kommunen des Münsterlandes und von Ostwestfalen-Lippe. Von hier werden über 16 000 Kilometer Stromleitungen in der Mittel- und Niederspannung und fast 4000 Kilometer Gasleitungen betrieben. Über 60 000 Gasanschlüsse und über 140 000 Stromanschlüsse profitieren von den Netzen. So sorgen die Westnetz-Mitarbeiter in der Region für eine zuverlässige Energieversorgung, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens.

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