Räumliche Veränderungen im Jugendhaus/ Neue Leiterin Mona Romahn hat weitere Ideen im Köcher

Frischer Wind fürs „ChillOut“

Gescher. Vor kurzem hat Mona Romahn nach dem Weggang von Markus Reifers eigenverantwortlich das Regiment im Jugendhaus ChillOut an der Rauschenburg übernommen.

Manuela Reher

Mona Romahn hat kürzlich die Leitung des Jugendhauses ChillOut übernommen. Neben räumlichen Veränderungen im Inneren soll es auch Verbesserungen auf dem Außengelände und frische Idee für die künftige Arbeit mit den Jugendlichen geben. Fotos: Archiv Foto: az

Bereits seit anderthalb Jahren hatte sie das Haus in Kooperation mit Reifers geleitet. Dieser konzentriert sich nun auf seine Aufgabe als Schulsozialarbeiter in der Gesamtschule Gescher.

Mit diesem Wechsel in der Leitung der Einrichtung gehen auch räumliche Veränderungen einher, wie Mona Romahn erläutert. Damals war das Jugendhaus von der Fabrikstraße in die Straße „Zur Rauschenburg“ in das ehemalige Hausmeisterhaus an der Gesamtschule umgezogen. Mit der Einrichtung der Gesamtschule Gescher hatten sich Veränderungen ergeben, die sich verstärkt auf die Nachmittagszeiten ausweiteten. Eine grundlegende Neuorientierung war im Konzept für das Jugendzentrum erforderlich. Es galt, intensivere Formen der Kooperation mit den Schulen zu entwickeln.

Mit großem Engagement der Jugendlichen wurde aus dem ehemaligen Hausmeisterhaus das neue Jugendzentrum, das innerhalb kurzer Zeit eine große Akzeptanz bei Besuchern, Kooperationspartnern und Nachbarn fand, wie Mona Romahn betont. Die Sozialarbeiterin möchte nun den Prozess fortführen, damit sich Jugendliche im ChillOut wohlfühlen können. Dazu sind umfangreiche räumliche Veränderungen vorgenommen worden. „Das Jugendhaus ist wegen der Corona-Pandemie gefühlt ein halbes Jahr geschlossen gewesen“, sagt Mona Romahn. Diese Zeit habe man optimal nutzen können, um die Raumaufteilung den Bedürfnissen anzupassen.

Inzwischen ist das ChillOut seit einigen Wochen wieder geöffnet, sodass die Jugendlichen dort gemeinsam unter Corona-Bedingungen ihre Freizeit verbringen können. In einer geräumigen Küche, die neuerdings vom Chill- und Spielbereich abgetrennt sei, sei viel Platz für gemeinsames Kochen. Neue Küchenschränke und auch ein neuer Kühlschrank seien angeschafft worden. In dem Kühlschrank finden sich nun nachhaltige Getränke. „Denn Nachhaltigkeit ist bei uns ein großes Thema“, sagt die ChillOut-Leiterin. Ein neuer Laminatfußboden sei verlegt worden. Insgesamt sei das Jugendhaus auf diese Weise aufgewertet und wohnlicher gemacht worden. „Die Jugendlichen sollen sich gerne bei uns treffen“, erläutert Mona Romahn. Auch freue sie sich darüber, dass die Atmosphäre nun viel wohnlicher als früher sei. Seit zweieinhalb Jahren ist Mona Romahn inzwischen für das Jugendwerk tätig. Auch die Außenanlagen um das ehemalige Hausmeisterhaus sollen auf Vordermann gebracht werden. „Natürlich gemeinsam mit den Jugendlichen“, betont die Leiterin. So sei bereits das vorhandene Hochbeet gemeinsam neu bepflanzt worden.

Mona Romahn ist froh, dass die Öffnung der Einrichtung nach der langen Corona-Zwangspause überhaupt wieder möglich gewesen sei. „Informelle Bildung ist grundlegend“, sagt sie, Und diese ermögliche das ChillOut. Natürlich sei das Jugendhaus auch ein Ort zum Spielen, Herumalbern und Relaxen.

Aber die Einrichtung sei ebenso wichtig, damit die Jugendlichen in der Phase von der Kindheit zum Erwachsenwerden wichtige Erfahrungen in der Gemeinschaft mit Gleichaltrigen machen. Und nach dem Lockdown sei das Bedürfnis der Jugendlichen, ihre Freizeit an einem anderen Ort als zu Hause zu verbringen, sehr groß. „Sie wollen frischen Wind spüren und sich vieles von der Seele reden“, hat Mona Romahn festgestellt. Das ChillOut ist dienstags und donnerstags jeweils von 14 bis 18 Uhr und freitags von 15 bis 19 Uhr geöffnet. Jeweils fünf Jugendliche dürfen sich gleichzeitig in der Einrichtung für jeweils zwei Stunden aufhalten – natürlich unter Einhaltung des Hygienekonzepts. „Das ist nicht viel, aber immerhin ein Anfang“, sagt Mona Romahn. Die Jugendlichen würden sich in eine im ChillOut ausliegende Liste bereits im Voraus eintragen. Aber natürlich sei eine Anmeldung auch telefonisch oder per Mail möglich. Wer spontan kommen möchte, könne auch einfach am Zaun nachfragen.

Der offene Treff bietet Musik, Billard, Kicker, Dart, Spielekonsolen, Gesellschaftsspiele, Gruppen-Projektarbeit und themenbezogene Angebote. Das ChillOut kooperiert mit der Offenen Ganztagsschule und Gesamtschule Gescher. Es gibt Angebote im Rahmen des Ferienkoffers Gescher sowie Kunst-, Handwerks- und erlebnispädagogische Projekte.

Seit Montag hat Mona Romahn personelle Unterstützung durch eine neue Kollegin. Gemeinsam mit ihr wird sie neue Projekte anstoßen, mit denen das ChillOut in die Zukunft geführt werden solle. Dazu zählt auch ein verstärkter Fokus auf die Integration, insbesondere eine Zusammenarbeit mit Haus Hall.

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