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Jasmin Laudano wird ab Herbst 2022 Pastoralreferentin in Gescher

Froh über alle Umwege im Leben

Gescher

(pbm/gun). Jasmin Laudano ist froh über jeden Umweg, den sie bislang in ihrem Leben gemacht hat. So bringt die 32-Jährige viele Erfahrungen mit, wenn sie ab Oktober 2022 als Pastoralreferentin das Seelsorgeteam der Pfarrei St. Pankratius und St. Marien in Gescher verstärkt. Zwar wird die ursprünglich aus Kamen-Methler im Erzbistum Paderborn stammende junge Mutter bereits im September von Münsters Bischof Dr. Felix Genn beauftragt, doch wegen des Nachwuchses geht sie erst in Elternzeit, so das Bistum.

Jasmin Laudano geht bald in Elternzeit. Deshalb wird die neue Pastoralreferentin der Pfarrei St. Pankratius und St. Marien in Gescher erst im Herbst kommenden Jahres ihren Dienst antreten. Foto: Foto: Bischöfliche Pressestelle / Ann-Christin Ladermann

Der Vater ein Italiener, da denken viele, Jasmin Laudano müsse gut katholisch aufgewachsen sein. „Bin ich aber gar nicht“, erzählt die 32-Jährige und muss dabei schmunzeln: „Eigentlich sogar eher im Gegenteil.“ Die Familie lebte eher kirchenfern. Erst durch die Vorbereitung auf die Firmung bekam sie als Jugendliche Kontakt zur katholischen Kirche. „Und da habe ich eine tolle Gemeindereferentin kennengelernt.“

Bis heute erinnert sich Jasmin Laudano gerne an diese Zeit zurück. Auch ihre damalige Religionslehrerin hat sie beeindruckt und ihr Interesse für Gott und Glauben geweckt.

Trotzdem wollte Jasmin Laudano nach dem Abitur erst einmal Lehrerin werden – für Englisch, Spanisch und katholische Religion. „Aber irgendwie fand ich das System Schule zu starr, ich wollte kreativer arbeiten.“ Die junge Frau überlegte neu – und entschied sich, in Paderborn Religionspädagogik zu studieren. Dort begegnete sie ihrem Mann, einem Osterwicker. Schnell war klar, die gemeinsame Zukunft des Paares liegt im Bistum Münster.

Das erste Jahr als Pastoralassistentin absolvierte Jasmin Laudano in Rheinberg: „Dann habe ich mich entschlossen, die Ausbildungszeit zu unterbrechen und meinen Master-Abschluss anzuhängen.“ Weil ihr Mann inzwischen als Pastoralreferent in der Coesfelder Pfarrei Anna Katharina war und das Paar in Osterwick lebte, setzte Jasmin Laudano ihre Assistenzzeit in Schöppingen fort. Mit Unterbrechungen. 2019 vergrößerte Emil die Familie. Ihm folgt im Herbst eine kleine Schwester. Komplettiert wird die Familie von Labradorhündin Mette.

Auch wenn sie erst im Herbst kommenden Jahres ihren Dienst aufnehmen wird, Jasmin Laudano möchte ihre Kollegen bis dahin schon kennengelernt haben. Nach einem ersten Treffen mit Pfarrer Hendrik Wenning steht bereits fest, dass sie die Erstkommunionvorbereitung übernehmen wird: „Alles Weitere wird man sehen“, freut sich die Pastoralreferentin auf viele neue Gesichter und Begegnungen.

Übrigens, ganz ohne Rom geht es im Leben einer Theologin mit italienischer Abstammung natürlich nicht. Jasmin Laudano hat ein Semester in der katholischen Metropole studiert und liebt neben Pasta und Pizza besonders die melodische Sprache. Auf allen Umwegen ihres Lebens hat ein Bibelvers Jasmin Laudano immer wieder Kraft und Zuversicht gegeben: „Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ Der wird sie demnächst auch nach Gescher begleiten.

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