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Stadt Gescher bezuschusst Pläne des künftigen Vereins „NATÜRlich Gescher“ mit zweimal 15 000 Euro

Gesamtplanung für Stadtpark kommt

Gescher. Viel Rückenwind gab es für die Interessengemeinschaft Stadtpark (künftig NATÜRlich Gescher e.V.). 15 000 Euro wird die Stadt Gescher kurzfristig als Zuschuss gewähren, damit eine nachhaltige Landschaftsplanung für die Grünanlage beauftragt werden kann. Weitere 15 000 Euro sollen 2022 fließen, damit die Ehrenamtlichen geschult und erste pflegerische Ansätze umgesetzt werden können. Ziel ist es, den Stadtpark dauerhaft zu einer Anlaufstelle für alle Generationen zu gestalten. „Jetzt brauchen wir eine verlässliche Gesamtplanung, um weitermachen zu können“, verdeutlichte Petra Cordes von der IG Stadtpark am Mittwoch im Ausschuss für Generationen, Familie, Bildung, Kultur und Sport.

Jürgen Schroer

Auf zwei Ebenen ist die Aufwertung des Stadtparks angelaufen. Im Spielplatzkonzept der Stadt Gescher sind Investitionen für diesen Standort vorgesehen, zeitgleich hat die IG Stadtpark Aktivitäten entwickelt. In zwei Workshops sind viele Anregungen und Wünsche auf den Tisch gekommen, gleichzeitig wurde die weitere Vorgehensweise abgestimmt. Erste Maßnahmen wie das Baumhaus mit Kletterpfad und ein Spielverleihschrank mit Onlinezugang sind bereits umgesetzt worden; hierfür konnten Fördermittel in Höhe von rund 12 700 Euro generiert werden. Voraussichtlich im Herbst wird über das Spielplatzkonzept ein Kleinkindbereich mit Matsch- und Wasserspielzone angelegt.

Unabhängig davon möchte die IG Stadtpark das gesamte Areal weiter aufwerten und hat ein Fachbüro für Landschaftsplanung an der Hand. Wie Petra Cordes verdeutlichte, soll der Stadtpark attraktiver werden, ohne seine charakteristischen Züge zu verlieren. Für Planung und erste Maßnahmen (Entfernung der Waschbetonplatten) würden 15 000 Euro benötigt. Für 2022 beantragt der künftige Verein einen weiteren Zuschuss in dieser Höhe, um in die Lage versetzt zu werden, eine nachhaltige Pflege vorzunehmen. Um perspektivisch weitere Maßnahmen zu realisieren, wolle der Verein Sponsoren gewinnen und Fördertöpfe anzapfen, erläuterte Petra Cordes. „Luftschlösser“ habe das Team nicht im Sinn.

Von allen Seiten gab es Lob für so viel bürgerschaftliches Engagement. „Das ist eine echte Chance für unseren Stadtpark“, stellte CDU-Fraktionssprecher Thomas Kloster fest. Mit Blick auf begrenzte finanzielle Möglichkeiten der Stadt regte er an, den Zuschuss für 2022 ebenfalls aus dem Budget Kinderspielplatzkonzept zu nehmen und nicht zusätzlich bereitzustellen. Das wurde am Ende so beschlossen. Eine Mehrheit gab es auch für die Forderung von UWG-Sprecher Matthias Homann, dass neben der Verwaltung auch die Politik zustimmen müsse, bevor konkrete Maßnahmen umgesetzt würden.

Angelika Dapper-Schneider (Grüne) plädierte dafür, dass die Beauftragung des Planungsbüros durch die Stadt erfolgen solle, nicht über die IG Stadtpark. Wie Erste Beigeordnete Kerstin Uphues erläuterte, müsste dann eine Ausschreibung erfolgen, bei der möglicherweise ein anderes Büro zum Zuge käme. Der Anregung wurde deshalb nicht gefolgt.

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