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500 Besucher genießen Festival-Atmosphäre bei „Rock im Garten“

Gratulation zum fünften Geburtstag

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Schmuse- oder Pop-Songs waren bei „Rock im Garten“ (RIG) auf dem Resthof in Tungerloh-Pröbsting nicht zu hören. Darauf standen weder die Besucher noch die Veranstalter, die dieses Festival als reines Rock-Konzert 2015 aus der Taufe hoben.

Von Elvira Meisel-Kemper

Jede der acht Bands heizte ihrem Publikum tüchtig ein.

Damals traten sie als Band „Bugs in a Trap“ fast rein privat auf. Schnell war die Idee in ihren Reihen geboren, auch anderen Bands der Rock- bis Hard-Rock-Szene aus der Region eine Bühne zu bieten.

Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause organisierten sie bereits zum fünften Mal dieses Festival. Insgesamt acht Bands traten vom Nachmittag bis 1 Uhr nachts bei sommerlichem Wetter vor 500 Besuchern auf.

Head Banging vor und auf der Bühne prägte das Bild beim Auftritt der Band „Why!? Amnesia“ aus Recklinghausen. Als ausgewiesene Rocklady-Band des Ruhrgebiets behaupteten sich die Musikerinnen erfolgreich auch bei diesem Auftritt. Besucher Michael Rabenseitner aus Ramsdorf hielt sich lieber an seinem Getränk fest, als sich in die Reihen der mitrockenden Besucher einzureihen.

„Ich bin jedes Jahr hier. Es ist eine tolle Atmosphäre. Jedes Jahr steht auch die Band ´Bugs in a Trap‘ auf der Bühne. Da spielt ein ehemaliger Stift von mir mit“, so Rabenseitner. Maurice Thiery war einer der „Gärtner“, wie die Veranstalter und Bandmitglieder liebevoll von den Besuchern gerufen wurden.

„Als Band spielen wir schon seit fast zehn Jahren zusammen. Wir stammen alle aus Tungerloh-Pröbsting. Mit diesem Festival wollen wir auch anderen Bands eine Bühne bieten, die es hier so nicht gibt. Außerdem verbinden wir das immer mit Spenden für verschiedene Organisationen, immer da, wo es gerade nötig ist.“ Am Ende des Konzerts ist noch zusätzlich eine E-Gitarre mit den Unterschriften aller Musiker des Abends versteigert worden. Dabei kamen 300 Euro zusammen. „Auch das wandert in die Spendentöpfe“, versicherte Thiery. Die E-Gitarre hat die Band aus der eigenen Tasche finanziert.

An diesem Abend sammelten sie Spenden für die Aktion „Deutschland für die Ukraine“ und für die Flutopfer im Ahrtal.

Schon bald ertönte am frühen Abend der Ruf nach dem Auftritt der „Gärtner“, der allerdings eine Überraschung bot. Die Mütter der fünfköpfigen Band beschenkten ihre Söhne und Moderator Mike Rosenberg zum fünften Geburtstag von „Rock im Garten“ mit einem Präsent und lobenden Worten.

Da die Zeit schon fortgeschritten war, standen sie nur für ein paar Minuten auf der Bühne, um auch ihr musikalisches Können zu zeigen. Das war das Startsignal für die ganz verrückten Tänzer, die den sogenannten „Moshpit“ (Kreistanz mit gegenseitigem Anspringen), der auf Heavy-Metal-Konzerten üblich ist, ausgiebig wagten.

Da musste die Band „Kaprice“ aus Haltern am See noch ein bisschen warten. Die Musiker waren zum ersten Mal bei „Rock im Garten“.

„Eine Band ist ausgefallen. Gestern haben sie bei uns angerufen, und wir haben spontan zugesagt. Das ist ein geiler Ort und geile Musik. Nächstes Jahr komme ich wieder, auch wenn ich nicht auftreten sollte mit meiner Band“, versicherte Band-Mitglied Jonas Böhm.

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