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Dortmunder Büro Stadt + Handel erhebt Daten für Einzelhandels- und Zentrenkonzept

Gut gewappnet für die Zukunft

Gescher

Wie groß sind die Verkaufsflächen der Einzelhandelsgeschäfte in der Glockenstadt? Welche Sortimente bieten die Läden an? – Das sind nur zwei von vielen weiteren Fragen, denen das Büro Stadt + Handel aus Dortmund aktuell nachgeht, um den Bestand des Einzelhandels in Gescher zu erheben. Das komplette Stadtgebiet wird kartiert. Ziel ist es, eine aktuelle und flächendeckende Datenbasis für die Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes zu schaffen.

Von Manuela Reher

Im vierten Quartal dieses Jahres soll der Entwurf für die Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts für die Glockenstadt Gescher vorliegen. Foto: Foto: sk

Die Ergebnisse und das weitere Vorgehen sollen im Anschluss daran in einem Arbeitskreis erörtert werden. Diesem Gremium sollen Vertreter der Industrie- und Handelskammer Nord.Westfalen, des Einzelhandelsverbands WestfalenMünsterland, der Handwerkskammer Münster, der Bezirksregierung Münster, des hiesigen Einzelhandels, der Stadtverwaltung Gescher sowie Vertreter der Fraktionen im Rat der Stadt Gescher angehören.

Nach der Beratung soll sich die Konzeptphase folgen. Danach ist dann eine zweite Sitzung des Arbeitskreises geplant, wie die Stadtverwaltung mitteilt.

Bis Anfang August soll der Bestand hinsichtlich des Einzelhandels in Gescher komplett erhoben und analysiert sein.

Ziel der Fortschreibung ist es, das bestehende Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes der Stadt Gescher in vollem Umfang zu aktualisieren. Damit soll den Entwicklungen im Bestand, der aktuellen Rechtsprechung und auch weiteren geänderten Rahmenbedingungen Rechnung getragen werden, heißt es.

So sollen auch die Überprüfung und Einordnung von Kennzahlen wie zum Beispiel der Kaufkraft auch in (über-)regionalem Zusammenhang Teil der Fortschreibung sein. Ebenso werden globale Entwicklungen wie zum Beispiel der Trend zum Online-Shopping in die Betrachtung einfließen.

Auf der Basis dieser aktualisierten Grundlagen soll auf diese Weise durch das Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt Gescher die Entwicklung des Einzelhandels zukunftsfähig gestärkt werden.

Auch biete das Konzept eine verlässliche Grundlage bei der Entscheidung über Ansiedlungen von weiteren Einzelhandelsgeschäften. Konkret liegen Ansiedlungswünsche von zwei Lebensmittelmärkten vor.

Der Zeitplan sieht vor, dass im vierten Quartal dieses Jahres die Entwurfsfassung der Fortschreibung in die politischen Gremien gegeben werden könnte, um die Offenlage des Konzeptes zu beschließen. Ähnlich wie in einem Bauleitplanverfahren bestehe dann für die Träger öffentlicher Belange sowie für die Öffentlichkeit die Möglichkeit, Stellungnahmen abzugeben, wie die Stadt mitteilt.

Das Büro Stadt + Handel verfügt über langjährige Erfahrungen im Bereich der Erarbeitung oder Fortschreibung kommunaler Einzelhandelskonzepte, zum Beispiel für die Städte Herne (2019), Rheda-Wiedenbrück (2019), Ratingen (2018) und Rietberg (2018). Laufende Prozesse gibt es unter anderem in Flensburg, Oberhausen und Ochtrup.

In der Region war das Büro innerhalb der vergangenen fünf Jahre unter anderem für die Städte Münster, Coesfeld und Altenberge sowie die Gemeinden Nottuln und Südlohn an der Fortschreibung der jeweiligen Einzelhandelskonzepte beteiligt.

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