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Regierungspräsidentin Feller macht offiziellen Gemeindebesuch in der Glockenstadt

„Gute Schule“ bestens umgesetzt

Gescher

Die Wände im Treppenhaus sind frisch gespachtelt. „Besser nicht berühren, das geht schlecht ab“, warnt Klaus Schnieder, Leiter des Gebäudemanagements bei der Stadt Gescher, den Gast aus Münster. Dankbar für den Hinweis ist Regierungspräsidentin Dorothee Feller, die – mit Sicherheitsabstand zur Wand – die Treppe ins Obergeschoss der Pankratiusschule hochgeht. Bei ihrem ersten offiziellen Gemeindebesuch in Gescher ist die Schul-Baustelle die wichtigste Station nach dem Auftaktgespräch mit Bürgermeisterin Anne Kortüm im Rathaus. Und der Regierungspräsidentin gefällt, was sie sieht: „Das ist ein schönes Gebäude und alles gut durchdacht. Hier werden optimale Voraussetzungen für guten Unterricht geschaffen“, lautete ihr Fazit nach dem Rundgang.

Von Jürgen Schroer

Regierungspräsidentin Dorothee Feller ließ sich auch die Klassenräume im Neubautrakt zeigen. Im Bild (v.l.): Klaus Vöcker (Stadt Gescher), Architekt Bernhard Kersting, Feller, Bürgermeisterin Anne Kortüm und Klaus Schnieder, Leiter des Gebäudemanagements. Foto: Fotos: Jürgen Schroer

Sechs Millionen Euro verbaut die Stadt Gescher an dieser Stelle, gefördert mit Mitteln des Landes aus den Töpfen „Gute Schule 2020“ und „Digitalpakt Schule“. Der Kostendeckel werde eingehalten, hieß es, trotz Materialknappheit in Folge der Corona-Krise. Nach den Sommerferien wird der Unterricht in der komplett modernisierten und erweiterten Schule planmäßig anlaufen, auch wenn nicht alle Handwerker fertig sind. „Uns fehlen etwa vier Wochen“, so Schnieder. Aber sämtliche Klassenräume und der Verwaltungsbereich können zum Start genutzt werden. Zunächst werden die Grundschüler noch ihre alten Möbel vorfinden, die neuen Tische, Stühle und Schränke werden voraussichtlich Anfang September geliefert.

Vorbei an fleißigen Handwerkern begann der Rundgang im OGS-Bereich, wo sich die Regierungspräsidentin die künftige Ausgabeküche und den Speiseraum zeigen ließ. Die Klassenräume sind neu organisiert worden und bieten pädagogisch geforderte Differenzierungsbereiche, „Lerninseln“ genannt. Anders als früher befinden sich auf allen Etagen Toiletten, dank Aufzug barrierefrei zu erreichen. Im ältesten Teil der Schule, 1875 erbaut, erläuterte Architekt Bernhard Kersting vom Büro Kersting + Gallhoff, dass viel für den Brandschutz getan werden musste – da seien die alten Holzbalkendecken beidseitig ertüchtigt worden. Helle und große Klassenräume, alle mit modernster IT-Ausstattung, bestimmen das Bild im dreigeschossigen Neubautrakt. „Sehr schön“, stellt Feller fest und will wissen, ob sich die Schul-Modernisierung bereits in den Anmeldezahlen niedergeschlagen hat. Noch nicht, lautet die Auskunft der Verwaltung. Aber es sei zu erwarten, dass Eltern ihre Kinder künftig wieder vermehrt zur Pankratiusschule schicken würden.

Einig waren sich Feller und Kortüm, dass Gescher mit seinen Schulen gut aufgestellt ist, auch mit der Gesamtschule, die seit der Eröffnung 2013 eine sehr positive Entwicklung genommen hat. Hier lieferte der Gast aus Münster ein interessantes Detail: Mit einer Lehrkräfteversorgung von 106,4 % stehe die Gesamtschule Gescher bestens da.

Eine weitere Anlaufstation nach dem Besuch der Schul-Baustelle war das Glockenmuseum, wo Kulturmanagerin Dr. Hanna Koch das museale Angebot vorstellte. Mit großer Begeisterung nutzte Dorothee Feller die Gelegenheit, eine Glocke mit dem Gummihammer zum Klingen zu bringen. Letzter Teil des Gemeindebesuches war eine Gesprächsrunde mit den Fraktionsvorsitzenden im Rathaus. Hier ging es um aktuelle Themen wie Hochwasserschutz oder Trassenführungen für Stromleitungen. „Alles war sehr harmonisch“, bilanzierte Kortüm.

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