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Zwei Stadtlogos zur Auswahl: Bürger zur Abstimmung aufgerufen

Heimatliebe oder Tradition?

Gescher

Zwei neue Stadtlogo-Varianten stehen den Bürgern zur Auswahl. Die eine Bildmarke drückt Heimatliebe aus. Die Pankratiuskirche, das Rathaus, der Brachvogel, natürlich eine Glocke, ein Herz, ein Baum, die Berkel und weitere Details sind darauf zu erkennen. Die andere Variante setzt mit der klassischen Glocke auf Tradition. Mit dem Buchstaben G als Klöppel wird ein bewusstes Detail geschaffen, das Wiedererkennungswert bietet.

Von Manuela Reher

Auf dem Logo „Heimatliebe“ sind verschiedene Elemente aus Gescher zu sehen. Foto:

Bis zum 31. Juli müssen die Einwohner ihr Votum abgegeben haben. Dafür werden insgesamt 5000 Karten zum Ankreuzen verteilt. Und natürlich ist auch eine Online-Abstimmung auf der Homepage „gescher-ist.de“ möglich.

Die beiden Logo-Varianten sind das Ergebnis einer Bürgerbefragung, bei der zunächst Ideen gesammelt worden sind. Dann hat sich ein 30-köpfiger Arbeitskreis mit Vertretern aus Politik, Gewerbe, Gastronomie, Stadtmarketing und Stadt vier Monate lang intensiv mit den Vorschlägen befasst. „Der gemeinsame Prozess mit den Akteuren aus verschiedenen Sparten war kreativ und kritisch“, betont Heike Steinbauer (ITM design). Die Werbeagentur ITM design hat die Logos letztlich nach den Ideen des Gremiums entworfen. „Die Farbe Grün für das Logo war gesetzt“, sagt die Fachfrau. Dabei kann entweder das Logo selbst oder der Hintergrund in Grün gehalten sein. Im letzteren Fall ist die Schrift dann weiß. Bei der „verspielten Variante“ zum Thema Heimatliebe habe man lange getüftelt, bis schließlich alle Elemente zusammengefasst waren. Der Schriftzug „Glockenstadt Gescher“ wirke modern. Heike Steinbauer kommentiert weiter: „Das Logo verbindet Heimatliebe mit Zeitgeist zu einem sympathischen Auftritt mit viel Identifikationspotenzial.“ Bei der heimatverbundenen Variante würden Tradition und Kultur zum Tragen kommen. Es werde deutlich, dass Gescher ein beliebtes touristisches Ausflugsziel sei, kommentiert Heike Steinbauer. Es werde eine Bildmarke gezeigt, bei der Gescher in seiner Funktion als Glockenstadt besonders hervorgehoben werde. Bis spätestens zum 31. Juli sollten möglichst viele Gescheraner ihre Stimme für eines der beiden Logos abgegeben haben, wünscht sich Bürgermeisterin Anne Kortüm.

Alle Akteure würden auf eine große Beteiligung hoffen. Denn die Bürger sollen mitentscheiden, wie sich Gescher in Zukunft nach außen präsentieren soll. Gleichzeitig sollen sie sich mit dem Logo verbunden fühlen.

Es handelt sich um eine anonyme Abstimmung. Nach den Sommerferien werde dann das Abstimmungsergebnis bekanntgegeben. Das Logo wird das alte Logo mit dem blauen Quadrat und dem Slogan „Gescher - natürlich anders“ ablösen.

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