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Familienzentrum St. Marien im Finale beim bundesweiten Kita-Wettbewerb des Handwerks

Heimvorteil mit Glockenguss genutzt

Gescher

Ihren Heimvorteil genutzt haben die Kinder des Kindergartens St. Marien beim bundesweiten Kita-Wettbewerb der „Aktion Modernes Handwerk“. Denn was liegt für Kinder aus der Glockenstadt näher, als sich mit Klangkörpern zu beschäftigen?

Spannend war für die Schulkinder der Kita St. Marien der Besuch in der Glocken- und Kunstguss-Manufaktur Petit & Gebr. Edelbrock, wo Geschäftsführer Dirk Hüttemann ihnen den Glockenguss erläuterte.

Die zukünftigen Schulkinder haben jetzt erfahren, dass sie im Finale des Wettbewerbs „Kleine Hände - große Zukunft“ stehen. Ende August tagt die Jury im Haus des Handwerks in Berlin. Dort werden die eingereichten Wettbewerbsbeiträge von einer Expertenjury aus Frühpädagogik und Handwerk gesichtet und der Sieger gekürt. Mit etwas Glück können die Kinder aus Gescher 500 Euro gewinnen.

Bereits seit einigen Monaten haben sich die zukünftigen Schulkinder der Kita St. Marien mit dem Handwerk „Glockenguss“ beschäftigt. Da es nur vier Glockengießereien in ganz Deutschland gibt und sich eine davon glücklicherweise in Gescher befindet, wollten sie somit dieses genauer kennen lernen.

Ingrid Schnieder, Verbundleitung der katholischen Kindertageseinrichtungen in Gescher, kommentiert dazu: „Bei uns hat jedes Kind schon mal eine Glocke aus der Nähe gesehen, denn die stehen bei uns in der Stadt fast an jeder Ecke - auch Statuen und Figuren aus Bronze oder Kupfer sind hier zu finden. Darum heißt unsere Stadt auch Gescher, die Glockenstadt.“

Zu Anfang sind die Kinder auf gemeinsame Entdeckungstour durch Gescher gegangen und haben die Glocken gesucht und gefunden. Mittlerweile kennen sich die Kinder richtig gut aus. Ganzheitlich und mit allen Sinnen haben sie ihr Wissen über dieses Thema vertieft. So haben sie anschließend unterschiedliche Glocken und deren verschiedene Klänge kennengelernt und zur Winterzeit eine Klanggeschichte eingeübt.

Außerdem waren die Kinder in der Kirche und haben gehört, wie die Glocke klingt, wenn sie oben im Glockenturm schlägt. Sie haben das Glockenmuseum und die Glockengießerei (Glocken- und KunstgussManufaktur Petit & Gebr. Edelbrock GmbH & Co. KG) besucht. „Dort war es ganz schön aufregend, als sie einen Blick in die Glockengrube und in den Entstehungsprozess einer Glocke werfen konnten“, sagt Ingrid Schnieder.

Geschäftsführer Dirk Hüttemann führte die Kinder durch die Gießerei und beantwortete ihnen alle Fragen fachmännisch und dennoch kindgerecht. In der Kita haben die Kinder das Thema und das Erlebte vertieft und Glocken gemalt, aus kleinen Blumentöpfen gebastelt und diese dekoriert. Aus Knete und Ton formten sie verschiedenste Glocken.

Zum Schluss kam der große Höhepunkt des Projektes: der eigene Glockenguss im Kindergarten. Aus Beton und Wasser haben die Kinder ein Gemisch hergestellt und eine echte Glocke gegossen. Die musste anschließend nur noch angemalt und aufgehängt werden.

Alle freuten sich über das gelungene Projekt für die Kinder, aber auch die Großen haben noch etwas über das außergewöhnliche Handwerk des Glockengusses dazugelernt.

Die Idee und Umsetzung des Projektes haben die Kinder auf einem Riesenposter zum Thema „Handwerk“ kreativ zum Ausdruck gebracht. Fotos und weitere Dokumentationen haben sie beim Kita-Wettbewerb eingereicht.

Riesig war die Freude bei den Kindern und Erziehern, als die Nachricht kam: Herzlichen Glückwunsch! Ihre Kita steht für Ihr Bundesland im Finale des bundesweiten Kita-Wettbewerbs „Kleine Hände, große Zukunft“.

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