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Viel Lob im Bezirksausschuss für Konzept zur Aufwertung der Grünen Mitte

Hochmoor bekommt ein Spiel-Dorf

Hochmoor

„Gut gemacht, weiter so!“ Mit diesem Lob an die Verwaltung brachte Vorsitzender Marc Jaziorski (SPD) die Stimmungslage im Bezirksausschuss Hochmoor auf den Punkt. Das Ideenbündel zur Umsetzung des Spielplatzkonzeptes in der Grünen Mitte fand quer durch alle Fraktionen Anklang, auch wenn es noch einige Anregungen im Detail gab. Gutgeheißen wurden sowohl die Pläne für die Ausgestaltung eines „Dorfes“ mit diversen Spielmöglichkeiten als auch die Aufwertung des Bolzplatzes mit Multifunktionsanlage und Beachvolleyballfeld. Die Investitionskosten werden mit rund 170 000 Euro beziffert. Ob es Fördermöglichkeiten gibt, will Erste Beigeordnete Kerstin Uphues noch prüfen. Spätestens Anfang nächsten Jahres soll das Gesamtprojekt realisiert werden.

Von Jürgen Schroer

Deutlich attraktiver als gegenwärtig soll der Spielplatz in der Grünen Mitte Hochmoor künftig aussehen. Das unter Einbeziehung von Bürgern entwickelte Konzept für ein Spiel-Dorf mit vielfältigen Angeboten fand jetzt auch im Bezirksausschuss Anklang. Foto: Foto: Jürgen Schroer

Ideen von interessierten Bürgern sind in das Spielplatzkonzept eingeflossen. Uphues erläuterte im Bezirksausschuss vor zahlreichen Zuhörern Verfahren und Diskussionsstand. Wie berichtet, soll der Kleinkindbereich als „Dorf“ gestaltet werden, wo die Kinder kriechen, klettern, rutschen und buddeln können. Ein Wasser-Matsch-Bereich könnte integriert werden. Der Sandkasten soll durch ein Sonnensegel beschattet werden, ergänzend werden Wickel- und Esstische aufgestellt. Dieser Bereich soll in das „große Dorf“ übergehen. Das Konzept sieht vor, dass ein abwechslungsreicher Seil- und Klettergarten zwischen drei hausähnlichen Spieltürmen für die Zielgruppe der 5- bis 14-Jährigen entsteht. Auf Höhe des Drehkarussells könnten Bodentrampoline installiert werden. 90 000 Euro soll das alles kosten. Hinzu kommen geschätzte Kosten von 80 000 Euro, um den Bolzplatz aufzuwerten. Eine Multifunktionsanlage für Basketball und noch weitere Sportarten ist angedacht. Daneben bliebe Platz für ein Beachvolleyballfeld.

Die Verwaltung möchte die Konzeptideen zeitnah ausschreiben. Die Ergebnisse soll ein „Expertengremium“ aus Bezirksausschussmitgliedern und Bürgern (Teilnehmer der Infoveranstaltung Anfang Juli) bewerten, um dann eine Vergabeentscheidung zu treffen.

Aus dem Ausschuss gab es viel Lob. Es sei toll, wie die Bürger in diesen Prozess eingebunden worden seien, stellte Daniel Bierut (FDP) fest. Um Fördermittel zu generieren, sei das von der FDP schon lange geforderte Dorfentwicklungskonzept hilfreich. Thomas Kemper (Grüne) hinterfragte die Idee, ein Beachvolleyballfeld anzulegen: Vielleicht sei ein Wassertretbecken an dieser Stelle „charmanter“, gab er zu bedenken. Fraktionskollege Gerd Verheyen wertete es als unbefriedigend, dass das gesamte Projekt auf Kirchengrund angelegt werde. Ob die Stadt das Grundstück nicht erwerben könne, regte er an. Wie Kerstin Uphues mitteilte, bestehe seitens der Kirchengemeinde durchaus Gesprächsbereitschaft. Bislang gebe es aber nur die Zusage, dass das Gelände bis Ende 2026 für Spielplatzzwecke zur Verfügung stehe.

Die CDU begrüße das Konzept, sagte Reinhold Gertz. Gleichzeitig wollte er wissen, wie sich die Prüfung von Fördermöglichkeiten zeitlich auswirke. Die Prüfung mache Sinn, weil eine Förderquote von 65 Prozent winke, antwortete Uphues. Sie gehe davon aus, dass der Baubeginn vielleicht noch in diesem Jahr, spätestens aber Anfang 2022 erfolge. Am Ende gab der Bezirksausschuss einstimmig grünes Licht. Das gesamte Spielplatzkonzept, so Matthias Bergmann (UWG), sei eine Bereicherung für Gescher.

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