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Planungsausschuss stimmt Freihalten der Flächen für K+K-Markt in Hochmoor zu

„Jede Menge Vorfreude geweckt“

Gescher/ Hochmoor

Als „Gesamtpaket“ sieht das Unternehmen Klaas & Kock den geplanten Bau von zwei neuen modernen K+K-Märkten am Grenzlandring und an der Velener Straße in Hochmoor. Dies machte Geschäftsführer Rolf Klaas in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planen, Stadtentwicklung und Digitalisierung deutlich. Gemeinsam mit Projektleiter Manfred Guder bekam er Gelegenheit, der Stadtverwaltung, den Politikern und den Zuschauern im Ratssaal die Pläne vorzustellen.

Von Manuela Reher

Den K+K-Markt im angemieteten Ladenlokal in der Fabrikstraße muss das Unternehmen Klaas + Kock Ende des Jahres aufgeben. Am Grenzlandring und an der Velener Straße in Hochmoor sind neue moderne Märkte mit viel Licht durch Glasfassaden-Elemente geplant. Foto: Foto: Archiv

Am Grenzlandring soll ein K+K-Markt mit einer Verkaufsfläche von 1950 Quadratmetern, 155 Stellplätzen und zwei Zufahrten entstehen. In Hochmoor sei ein Markt mit einer Verkaufsfläche von 1100 Quadratmetern mit einer Zufahrt an der Velener Straße geplant. Auch sei denkbar, dass sich auf dem Gelände zum Beispiel die Sparkasse ansiedele. Man sei auch in Gesprächen mit heimischen Einzelhändlern, hieß es.

Günter Schültingkemper (CDU), Vorsitzender des Ausschusses für Bauen, Planen, Stadtentwicklung und Digitalisierung, brachte es nach der Präsentation in Richtung K+K-Geschäftsführung auf den Punkt: „Sie haben eine Menge Vorfreude geweckt.“ Allerdings sei im Vorfeld noch jede Menge Arbeit zu leisten. So müsse zunächst das Einzelhandels- und Zentrenkonzept auf den Weg gebracht werden. Ein Gutachten und Bebauungsplan müssten folgen.

Der Fachausschuss hat nun wie bereits der Bezirksausschuss einstimmig beschlossen, die notwendigen vier städtischen Grundstücke im Südwesten des Baugebietes Landsbergstraße in Hochmoor für den K+K-Markt freizuhalten. Das Unternehmen benötigt für sein Bauvorhaben zusätzlich noch ein weiteres angrenzendes privates Grundstück, wie Rolf Klaas mitteilte.

Der Unternehmer betonte: „Wir sind darauf angewiesen, dass die Einwohner einen Laden brauchen. Wir gehen mit Hoffnung daran.“ Er habe sich mit seinen beiden Brüdern, ebenfalls Geschäftsführer, abgestimmt, sagte Rolf Klaas und äußerte in der Sitzung: Wir machen es in Hochmoor.“

Fachbereichsleiter Uwe Wißmann freute sich über diese „klare Absichtserklärung“. Für das Gesamtpaket Gescher-Hochmoor gebe es bereits Vorbilder wie in Neuenkirchen und St. Arnold. Ob die Zufahrt zur Velener Straße möglich sei, müsse die Stadt noch mit dem Straßenbaulastträger abklären, wie Fachbereichsleiter Uwe Wißmann äußerte. Bürgermeisterin Anne Kortüm betonte: „Wir haben keine Luftschlösser mit K+K gebaut. Wir sind transparent und offen im Austausch.“

Dominikus Bartusch (CDU) sagte: „Wir freuen uns sehr über das Vorhaben von K+K.“ Nico Charbon (UWG) dankte der Bürgermeisterin und dem Bezirkausschuss für das Engagement und erinnerte daran, bei der Ansiedlung des K+K-Marktes am Grenzlandring auch die Belange der Anwohner zu berücksichtigen. Christoph Gand (FDP) kommentierte: „Heute Abend können wir alle froh sein, dass sich der Bezirksausschuss für ein Freihalten der Flächen entschieden hat.“

In den Arbeitskreis, der sich nun mit dem notwendigen Einzelhandels- und Zentrenkonzept befasst wird, wurden berufen: Dominikus Bartusch (CDU), Andreas Langer (SPD), Günter Effkemann (Grüne), Nico Charbon (UWG) und Daniel Bierut (FDP). Als Vorsitzender des Bezirksausschusses erhielt Marc Jaziorski (SPD) Rederecht im Ausschuss für Bauen, Planen, Stadtentwicklung und Digitalisierung. Er betonte, dass das Thema Lebensmittelmarkt für Hochmoor wichtig sei, weil es seit acht Jahren dort keinen Einzelhandel mehr gebe. Er empfahl, bei der Umsetzung des K+K-Vorhabens auch weitere Einzelhandelspartner als nur die Bäckerei Mensing in den Blick zu nehmen.

Aktuell ist K+K in Gescher mit drei Märkten vertreten. Der Standort in der Fabrikstraße, bei dem das Unternehmen Mieter sei, müsse Ende des Jahres aufgegeben werden, hieß es. Der Standort in der Hofstraße bleibe bestehen. Die Zukunft des Marktes in der Stadtlohner Straße sei noch ungewiss.

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