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Spatenstich für Neubau des Fünf-Gruppen-Kindergartens an der Riete

Kinder werden viel zu gucken haben

Gescher

Demnächst werden die Gruppen vom Kindergarten St. Marien regelmäßig Ausflüge zur Riete unternehmen. Dort können sie sehen, wie Stein für Stein der neue Marien-Kindergarten entsteht. „Das ist ein spannender Prozess für unsere Kinder“, freut sich Leiterin Lisa Reers. Der Startschuss für das Projekt ist am Mittwoch mit dem symbolischen Spatenstich gefallen, bis zum Beginn des Kindergartenjahres 2022/2023 am 1. August soll alles fertig sein. „Das ist angesichts der schwierigen Situation bei Lieferungen und Materialbeschaffung ein ambitioniertes Ziel, aber machbar“, meinte Matthias Wenning, Projektleiter und Prokurist bei Eco.Plan (Coesfeld). Das Generalbauunternehmen baut die Fünf-Gruppen-Einrichtung und vermietet sie langfristig an den Träger, die Kirchengemeinde St. Pankratius und St. Marien.

Von Jürgen Schroer

Symbolischer Spatenstich für den Fünf-Gruppen-Kindergarten an der Riete. Im Bild (von links): Thomas Vestrick (Zentralrendantur), Franz-Josef Düchting (Kirchenvorstand), KiTa-Leiterin Lisa Reers, Architekt Carlo Koeppen, Daniel Potthoff (Kirchenvorstand), Pfarrer Hendrik Wenning, Projektleiter Matthias Wenning (Eco.Plan), Bürgermeisterin Anne Kortüm, Ruth Echterhage und Carsten Schnieders (beide Eco.Plan). Foto: Foto: Jürgen Schroer

„Das wird ein schöner Kindergarten“, blickte Pfarrer Hendrik Wenning beim Spatenstich-Termin nach vorn. Er bat um Gottes Segen „für alle, die an diesem Haus bauen und die, die hier ein und aus gehen werden“. Noch in dieser Woche soll der Baukran aufgestellt werden, voraussichtlich in der kommenden Woche laufen die Gründungsarbeiten an. Architekt Carlo Koeppen geht davon aus, dass die Bodenplatte in vier bis sechs Wochen fertig ist. „Danach wird das Gebäude täglich in die Höhe wachsen“, sagte er. Bei planmäßigem Verlauf könne der Rohbau bis Weihnachten stehen. Wie berichtet, sieht das Konzept ein eingeschossiges, L-förmiges Gebäude mit Pultdächern vor. Nach der Fertigstellung stehen 880 Quadratmeter Nutzfläche für bis zu 100 Kinder zur Verfügung.

2,1 Millionen Euro soll der KiTa-Neubau im Wege des Investorenmodells kosten. Einen Gasanschluss wird das Gebäude nicht bekommen. „Wir streben einen KfW-40-Standard an“, erläuterte Wenning, also einen besonders energiesparenden Baustandard. Die Beheizung erfolge über eine effiziente Luftwärmepumpe, die über eine 150 Quadratmeter große Photovoltaikanlage auf dem Dach mit Strom versorgt werde. Hinzu komme eine optimale Dämmung der Gebäudehülle.

Abgängig ist das 1961 errichtete Kindergartengebäude an der Twente, wo derzeit 65 Kinder betreut werden. Hinzu kommen zehn Kinder in der Krabbelkäfer-Gruppe, die in den ehemaligen Räume des Bunten Hauses an der Armlandstraße untergebracht ist. Hier wird ab August eine weitere Notgruppe eingerichtet, sodass hier für ein Jahr 20 Kleinkinder im Alter von ein bis drei Jahren betreut werden. Noch ein gutes Jahr müssen sich alle gedulden, bis der Neubau an der Riete bezogen werden kann. „Wir freuen uns darauf“, so Leiterin Lisa Reers. Das Gebäude biete alle Möglichkeiten, um das offene pädagogische Konzept („Werkstattkindergarten“) bestmöglich umzusetzen.

Bürgermeisterin Anne Kortüm zeigte sich beim Ortstermin davon überzeugt, dass sich der neue Standort für Kinder, Erzieherinnen und Eltern als sehr angenehm und passend erweisen werde. Die Verkehrssituation beim Bringen und Abholen der Kinder werde sich einspielen müssen. Für den aufzugebenden KiTa-Standort an der Twente habe die Geno eine erste Planung für Wohnbebauung vorgelegt. Hier sei demnächst ein Info-Termin für die Nachbarn vorgesehen.

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