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Große Beteiligung und Spendenbereitschaft beim elften Münsterland-Sternlauf

Läuferherzen schlagen für kranke Kinder

Gescher

(sk). Die Bedingungen hätten nicht besser sein können. Bei idealem Laufwetter startete der elfte Münsterland-Sternlauf zugunsten der Kinderkrebshilfe. Auf dem Weg nach Münster tangierte der Lauf auch die Glockenstadt.

Mit Volldampf durch Geschers City. Ganz vorne dabei: Theo Mezger (3. v. r.), der die komplette Strecke von seiner Heimatastadt Stadtlohn bis nach Münster unter die Sohlen nahm. 72 Kilometer – ein Kilometer für jedes Lebensjahr des sportlichen Seniors. Foto: Fotos: Kortbus

In fünf Städten starteten die Läufer gleichzeitig um „laufend etwas Gutes“ zu tun. Sie alle hatten das gleiche Ziel: nicht nur den Campus am Uniklinikum in Münster zu erreichen, sondern vielmehr den Verein Läuferherz und somit die Kinderkrebshilfe am UKM zu unterstützen. „Die Beteiligung war wieder einmal enorm“, freute sich Staffelführer Richard Gevers, der für die Strecke West verantwortlich zeichnete. Rund 80 Läuferinnen und Läufer seien beim Start in Stadtlohn dabei gewesen. Mit dabei abermals einige Ultra-Läufer, die die gesamte Strecke von Stadtlohn bis Münster, das sind gut 70 Kilometer, bewältigten. Erstes Etappenziel war die Glockenstadt. Hier wurden sie nicht nur von Bürgermeisterin Anne Kortüm erwartet. Zahlreiche Gescheraner feuerten die Läufer an. „So etwas erleben wir auf der Strecke nach Münster nur selten“, meinte Stefan Tenbrink, der sich immer wieder an dem Lauf beteiligt.

Anne Kortüm bedankte sich bei den Teilnehmern für ihr Engagement. Für die Kinderkrebshilfe könne man nicht genug tun, meinte sie. Ihr Dank erstreckte sich aber auch auf die Mitglieder der Kolpingsfamilie Gescher, die seit Beginn des Sternlaufes für die Verpflegung der Läufer verantwortlich zeichnen. Dabei kann auch die Kolpingsfamilie auf Sponsoren zurückgreifen. So stellte der örtliche Edeka immer wieder kleine Energiepakete zur Verfügung, die von den Läufern gerne angenommen werden. Auch für das bereitgestellte Wasser und Obst konnten private Sponsoren gefunden werden. Dabei sollte es in der Glockenstadt aber nicht bleiben: die Spendendose von Läuferherz e.V. kursierte auch bei den angelockten Nicht-Läufern. Am Ende waren es rund 1500 Euro, die nur an Spenden „am Wegesrand“ zusammenkamen. „Das ist eine enorme Wertschätzung“, so Manni Blesenkemper vom Kolping.

„Wir sind überwältigt, mit wie viel Herzblut ihr Gescheraner dabei seid“, sagte Gevers und bedankte sich nicht nur bei den Mitgliedern der Kolpingsfamilie. „Ohne euer Zutun wären wir aufgeschmissen“, lobte er. Der Stopp in Geschers City dauerte nur kurz, bevor zum Aufbruch angepfiffen wurde. Einige Läuferinnen und Läufer aus Gescher schlossen sich dem Trupp an. Nächster Zwischenstopp war an der St. Antonius-Kapelle in Tungerloh. Auch hier wurden die Läufer durch die Kolpingsfamilie versorgt.

Der Münsterland-Sternlauf ist ein mittlerweile anerkannter Etappenlauf und ein alljährliches Event im Münsterland. Im vergangenen Jahr konnte der ausrichtende Verein Läuferherz die Kinderkrebshilfe am UKM mit mehr als 30 000 Euro unterstützen.

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