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Verwaltung erläutert weitere Ausbauschritte für die Schildarpstraße

Lückenschluss Ende 2023 fertig

Gescher

Die Infrastruktur im südlichen Stadtgebiet macht im nächsten Jahr einen gewaltigen Sprung nach vorne. Nach rund 20-jähriger Planung soll der „Lückenschluss“ für die K 44n (Schildarpstraße) entlang des dortigen Gewerbegebietes erfolgen. Auf Antrag der CDU-Fraktion informierte die Verwaltung jetzt im Ausschuss für Bauen, Planung, Stadtentwicklung und Digitalisierung (BPSD), wie die nächsten Ausbauschritte aussehen. Bis Ende 2023 soll das Großprojekt weitgehend abgeschlossen sein.

Von Jürgen Schroer

Auf Hochtouren läuft der Ausbau der Schildarpstraße (K 44n) im Abschnitt zwischen PlanET und B 525. Wenn das Wetter weiterhin mitspielt, soll die Anbindung an die Bundesstraße inklusive Ampelanlage noch vor Weihnachten fertiggestellt und freigegeben werden. Foto: Foto: Jürgen Schroer

„Der Anschluss an die B 525 ist in Arbeit“, informierte Fachbereichsleiter Uwe Wißmann. Falls keine Frostperiode komme, solle der Einmündungsbereich der K 44n in die Bundesstraße inklusive Ampelanlage bis zum Jahresende fertiggestellt und freigegeben sein. Anschließend werde der Wirtschaftsweg zwischen Alter Vogelstange und Alter Feldmark hergerichtet. Ob das noch in diesem Jahr fertig werde, sei fraglich, damit sei eher im ersten Quartal 2023 zu rechnen. Im Jahresverlauf 2023 werde dann die „gerade Strecke“ zwischen dem jetzigen Ausbauende und dem Kreisverkehr Bahnhofstraße ausgebaut. Entgegen ursprünglichen Überlegungen werde dies in einem Abschnitt gemacht, weil davon Kostenvorteile zu erwarten seien.

Einzelheiten erläuterte Frank Holtwick von der Tiefbauabteilung der Stadtverwaltung. Nach Freigabe der Anbindung an die B 525 könne der Verkehr zu den Unternehmen Sicon und PlanET über diese neue Kreuzung abgewickelt werden. Für Fußgänger und Radfahrer werde die Nutzung des letzten Straßenstücks Richtung B 525 untersagt. Anhand von Plänen erläuterte Holtwick die weiteren Maßnahmen. Dazu zählt der Ausbau des Wirtschaftsweges Schildarpstraße Richtung Alte Feldmark mit einer Grundbreite von fünf Metern. Um die Begegnung von Lkw zu erleichtern, seien Verbreiterungen auf 5,75 Meter, im westlichen Teil sogar bis 6,50 Meter vorgesehen. Eine weitere Aufgabe nach den Vereinbarungen mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW sei die Abbindung der Alten Feldmark. In Höhe des Wasserwerkes entstehe ein großer Wendehammer, sodass dort auch 40-Tonner rangieren könnten. Auf Nachfrage von Nico Charbon (UWG) erläuterte Holtwick, dass das letzte Stück der Alten Feldmark inklusive Verrohrung komplett zurückgebaut und renaturiert werde. Dort werde auch ein Teil der erforderlichen Ausgleichspflanzungen realisiert.

2023 wird dann die lange Gerade bis zur Bahnhofstraße in Angriff genommen. Hier sieht die Planung eine 6,50 Meter breite Fahrbahn, einen 2,50 Meter breiten Gehweg an der nördlichen Seite und einen Grünstreifen an der Südseite vor. Auf Nachfrage aus dem Ausschuss verdeutlichte Holtwick, dass es sich nicht um einen kombinierten Geh-/Radweg handele – Radfahrer müssten sich also auf der Fahrbahn bewegen.

Die Bäume in Höhe der Hofstelle Beeke werden weichen, so Holtwick. Er verdeutlichte, wie die Anschlüsse im Bereich Venneweg und Campus aussehen. Auch die Marie-Curie-Straße bei WiRoPa werde in diesem Zuge ausgebaut.

Die Ausschussmitglieder freuten sich über die absehbare Fertigstellung. „Das ist ein großartiges Projekt für Gescher, auch wenn es fast unglaublich ist, dass so etwas in Deutschland 20 Jahre dauert“, stellte Dominikus Bartusch (CDU) fest. Sein Fraktionskollege Georg Geiser regte einen Wildfangzaun entlang der B 525 zwischen ehemals Heisterkamp und Autobahn-Auffahrt an. Diesen Wunsch könne die Stadt Gescher nur an den zuständigen Straßenbaulastträger weitergeben, hieß es seitens der Verwaltung.

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