Kevin Bartsch feiert im Netz Erfolg mit seinem ersten Musikvideo „Bubble“

Mission lautet: Gute Laune verbreiten

Gescher. Damit hat Kevin Bartsch nun wirklich nicht gerechnet. Sein Musikvideo mit dem Titel „Bubble“ geht im Netz viral. Mehr als eine Million Klicks hat der 27-jährige Gescheraner bereits damit erzielt. Gemeinsam mit dem Sänger David Jay aus Kopenhagen hat er den Song im Instagram-Museum „Cali Dreams“ (Cali steht für Californa) in Düsseldorf aufgenommen.

Manuela Reher

Der Gescheraner Kevin Bartsch (in Lederjacke) hat im Instagram-Museum „Cali Dreams“ in Düsseldorf mit dem Sänger David Jay aus Kopenhagen das Musikvideo Bubble aufgenommen. Der pinkfarbene Palast bietet mit 25 Fotokulissen einen Spielplatz für alle Hobby-Influencer. Der Cadillac ist auch im Video zu sehen. Foto: az

Bereits vor Beginn der Corona-Pandemie hat Kevin Bartsch als Disc-Jockey zahlreiche Kontakte in der Musikbranche geknüpft. Er hat unter anderem in der Diskothek Fabrik in Coesfeld oder seinerzeit im Rio in Gescher als DJ Lizzy Platten aufgelegt. Aber auch in Clubs auf Mallorca, auf dem spanischen Festland oder in Kroatien ist er eine bekannte und beliebte Größe. Das Corona-Virus hat diese Arbeit nicht mehr möglich gemacht.

Bereits als 16-Jähriger hat Kevin Clubs als DJ fungiert. Sein DJ-Lehrer Lil Quize aus Borken habe ihm jede Menge beigebracht. Im Urlaub und an zahlreichen Wochenenden war Kevin Bartsch in diversen Clubs als gefragter DJ unterwegs.

Während der Woche ist er in einem Unternehmen in Hochmoor in der Produktion tätig. „Das ist für mich sehr wichtig, um ein zweites Standbein zu haben“, sagt der 27-Jährige.

In der Corona-Pause sei ihm die Idee gekommen, ein eigenes Musikvideo zu produzieren. „Ich wollte einen Sommersong zum Tanzen produzieren.“ So habe er dem Sänger David Jay zunächst ein paar Beats geschickt. Der Künstler sei sofort begeistert gewesen. „Die gemeinsame Produktion des Videos in Düsseldorf hat großen Spaß gemacht“, blickt Kevin Bartsch zurück. Auch Tänzerinnen waren mit von der Partie.

Kevin Bartsch zeigt sich begeistert von dem Video, das gute Laune machen soll. Er selbst bezeichnet sich als Hip-Hop-DJ, liebe aber den lateinamerikanischen Tanz. Der Gescheraner hat bereits in jungen Jahren Schlagzeug gespielt und war Mitglied der Musikkapelle Gescher. Dankbar sei er auch seinem Schlagzeuglehrer Jörg Lesch.

Kevin Bartschs Leben ist geprägt von der Liebe zur Musik und den Rhythmen, die den Takt in seinem Leben vorgeben. Vor Corona sei er mit vielen Stars aus der Musikbranche unterwegs gewesen. Man kenne sich inzwischen untereinander. Und immer sei es gut, wenn jemand ein gutes Wort für ihn einlege. „Denn DJs gibt es schließlich wie Sand am Meer“, sagt er. Viele Menschen würden oft nur den Glamour in der Branche sehen.

„Aber das Leben in der Musikbranche ist hart“, bekennt der Gescheraner. Er ist sein eigener Manager. Das sei einerseits mit hohem Aufwand verbunden, andererseits könne es selbst entscheiden, welchen Auftrag er annehme oder welche Produktion er plane.

Bereits jetzt hat Kevin Bartsch ein neues Projekt fest im Blick. Er plant ein Video mit einem amerikanischen Star. Er ist gespannt darauf, ob dieses Video dann genauso „durch die Decke geht“ wie „Bubble“, das er neben Youtube und Spotify auf vier weiteren Plattformen platziert hat.

Ganz wichtig dabei sei ihm, dass die Leute Spaß an der Musik und Präsentation haben. Gute Laune zu verbreiten, sei seine Mission. Deshalb fiebere er auch dem Tag entgegen, wenn er wieder in einem Club als DJ auftreten dürfe. „Denn dann habe ich die direkte Rückmeldung aus dem Publikum“, sagt der 27-Jährige, der bei allem Erfolg im Netz stets „auf dem Teppich bleiben“ möchte.

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